Kinderradiologie

Die Kinderradiologie (engl. pediatric radiology) ist eine zusätzliche Weiterbildung bei Fachärzten für diagnostische Radiologie und befasst sich mit bildgebenden Untersuchungsverfahren, z. B. Röntgen und Ultraschall bei Kindern.

Errungenschaften der Kinderradiologie

Das Röntgen hat die Diagnosequalität vieler schwerwiegender Fehlbildungen und Krankheiten sowie damit verbundener Komplikationen in der Pädiatrie erheblich verbessert. Darüber hinaus hilft eine Röntgenaufnahme, falls erforderlich, bei der Bestimmung der Operationstaktik und bei der Überwachung der Behandlung und Rehabilitation bei Verletzungen und Frakturen des Kindes.

Um die Diagnose einer bestimmten Krankheit bei Kindern zu stellen, reicht es häufig aus, nur eine Aufnahme in einer direkten Projektion im Stehen oder Liegen zu machen. In einigen Fällen sind jedoch eine Reihe von Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln erforderlich – Seitenprojektion, Schrägprojektion oder die Untersuchung eines genau definierten Bereichs, wie von Gliedmaßen, Nebenhöhlen, Schädel, Brustkorb usw.

Einsatzgebiete der Kinderradiologie: Röntgenstrahlen

Durchleuchtung (Untersuchung in Echtzeit mit Hilfe von Röntgenstrahlen): Die Methode wird bei Kindern sehr selten angewendet. Nur bei dringendem Bedarf in kritischen Situationen (aus gesundheitlichen Gründen) oder beispielsweise während Operationen von Brüchen, um die Knochenfragmente genau aufeinander abzustimmen, kommt sie zur Anwendung.

Klassisches Röntgen: Das entspricht einem Röntgenbild auf Film (eher seltener) oder digitalen Medien (heutzutage oft gängig). Die digitale Radiographie ist eine verbesserte Methode, bei der Bilder mithilfe eines Computers aufgenommen, verarbeitet und ihre Qualität verbessert werden. Für die digitale Radiographie werden keine Filme benötigt, da das Bild digital gespeichert wird und über das Internet an andere Spezialisten übertragen werden kann. Die Strahlenbelastung ist bei dieser Methode deutlich geringer im Vergleich zur Durchleuchtung.

Die Computertomographie wird aufgrund der hohen Strahlenbelastung und der Notwendigkeit einer Anästhesie bei Kindern sehr selten durchgeführt. Sie wird für Untersuchungen der Organe vor Operationen oder vor der Entfernung von Tumoren sowie schweren angeborenen Missbildungen angewandt.

Einsatzgebiete der Kinderradiologie: Ultraschalluntersuchungen

Der Ultraschall ist eine sichere, schmerzfreie und genaue Diagnosemethode, die in der pädiatrischen Praxis weit verbreitet ist. Hiermit kann man die normale Entwicklung des Körpers des Kindes überwachen und kleinste Funktionsstörungen erkennen. Die Vorteile von Ultraschall sind:

  • hohe Genauigkeit und Effizienz;
  • Schmerzlosigkeit;
  • Sicherheit für den Körper des Kindes;
  • kann in jedem Alter durchgeführt werden (z. B. Ultraschall eines Neugeborenen);

Die gängigsten Untersuchungsmethoden, wie Ultraschall der Schilddrüse, des Herzens, der Lymphknoten, der Gelenke, der Speicheldrüsen und des Weichgewebes, erfordern keine besondere Vorbereitung für den kleinen Patienten.

 

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