Kinderkardiologie

Was macht ein Kinderkardiologe?

Die Kinderkardiologie ist eine zusätzliche, mehrjährige Weiterbildung bei Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin und befasst sich mit dem Erkennen und Behandeln von Herzerkrankungen bei Kindern. Sie ist ein Bereich der Medizin, der sich auch mit der Prävention von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bei Kindern beschäftigt. Kinderkardiologen arbeiten eng mit Kinderärzten, Endokrinologen, Chirurgen, Neurologen und Ärzten anderer Fachrichtungen zusammen.

Erkrankungen in der Kinderkardiologie

Der Kinderkardiologe beschäftigt sich insbesondere mit den folgenden Erkrankungen:

  • angeborener Herzfehler,
  • diffuse Bindegewebserkrankungen,
  • nicht-rheumatische Herzkrankheit,
  • Herzrhythmusstörungen,
  • funktionelle Kardiopathie,
  • rheumatische Herzinsuffizienz,
  • erworbene Anomalien und Fehlbildungen des Herzens und der Blutgefäße,
  • infektiöse, parasitäre und entzündliche Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße.

Die Ursache für Herzprobleme kann eine kürzlich aufgetretene Infektionskrankheit sein. Nach der Krankheit ist eine Elektrokardiographie (EKG) erforderlich, um mögliche Komplikationen auszuschließen.

Wann ist der Besuch eines Kinderkardiologen sinnvoll?

Es ist notwendig, den Zustand bereits diagnostizierter Krankheiten zu überwachen, damit es nicht zu einer Verschlechterung kommt. Besondere Aufmerksamkeit sollte diesem Thema gewidmet werden, wenn es in der Familie Menschen mit ähnlichen Problemen gibt, wenn es Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt gab, wenn das Kind übergewichtig ist.

Erhöhte Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, schlechter Schlaf, Atemnot, Brustschmerzen, chronische HNO-Erkrankungen, Schwellungen und schwitzende Handflächen (bei Jugendlichen) können auf Herz-Kreislaufprobleme hinweisen. Der Beginn der Symptome signalisiert ernsthafte Probleme, die eine sofortige Diagnose und Behandlung erfordern.

Weitere Gründe für die Konsultation eines Kardiologen können sein:

  • Schmerzen in der Brust;
  • Verdacht auf angeborene oder erworbene Anomalien und Defekte des Herzens und der Blutgefäße;
  • Ohnmacht;
  • Herzgeräusche;
  • schneller oder seltener Herzschlag;
  • unregelmäßiger Herzschlag.

Was untersucht der Arzt?

Die Erstuntersuchung beim Kinderkardiologen sieht ungefähr so aus: Der Arzt untersucht das Kind, hört auf Herzschlag und Puls, untersucht den Zustand der Gelenke, misst den Blutdruck und sammelt die gesamte Anamnese (Daten zum Schwangerschaftsverlauf, genetische Veranlagung für Herzerkrankungen, Daten zu Krankheiten und allergischen Reaktionen).

Bei Bedarf werden dem Kind zusätzliche Tests und Untersuchungen zugewiesen. Nach Erhalt der Ergebnisse wird der Kinderkardiologe eine genaue Diagnose stellen, dann eine individuelle Behandlung oder vorbeugende Maßnahmen vorschreiben, mit denen das Herz des Kindes trainiert und gestärkt wird, und Empfehlungen zum Lebensstil abgeben.

Welche zusätzlichen Untersuchungen werden in der Kinderkardiologie durchgeführt?

  • allgemeine klinische Blutuntersuchung
  • EKG (Elektrokardiographie)
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie)
  • Röntgenaufnahme der Brust

Die Notwendigkeit bestimmter Untersuchungen wird vom Arzt individuell festgelegt.

 

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Kinderchirurgie
Kinderheilkunde / Kinder- und Jugendmedizin
Kinderangiologie