Kinderhämatologie und -onkologie

Was ist die Kinderhämatologie und -onkologie?

Kinderhämatologie und -onkologie ist eine zusätzliche Weiterbildung bei Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin. Sie befasst sich mit Erkrankungen des Blutes und bösartigen Erkrankungen (Krebs) bei Kindern. Diese bösartige Krankheit kann sich sehr schnell vermehren, d. h. im ganzen Körper teilen und verbreiten.

Ein Beispiel aus der Kinderhämatologie und -onkologie: Blutkrebs

Blutkrebs (Leukämie) bei Kindern äußert sich häufig darin, dass sich bösartige Zellen ungehindert entwickeln können. Das kindliche Immunsystem kann sie nicht stoppen. Eine Blutuntersuchung diagnostiziert Krebs bereits in einem frühen Stadium. Eine Knochenmarkuntersuchung gibt ebenso Aussagen zur Diagnostik. Dazu entnimmt der behandelnde Arzt die benötigte Menge an Knochenmark.

Welche Arten von Blutkrebs gibt es?

Die Kinderhämatologie und -onkologie befasst sich typischerweise mit diesen Arten.

  • Leukämie: Bei dieser malignen Krankheit wird ein Tumor aus Zellen gebildet, die vom Knochenmark produziert werden, d. h. aus weißen Blutkörperchen. Leukämie kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Chronische Leukämie beginnt sich aus bereits erwachsenen weißen Blutkörperchen zu bilden, während diese Form der Krankheit selbst bei Kindern einfacher ist als jede andere Art von Krebs. Akute Leukämie wird aus „jungen“ Blutzellen gebildet. Es ist zu beachten, dass diese Art von Blutkrebs einen aggressiven Verlauf hat.
  • Hämoblastosen sind eine Gruppe von Tumoren, die sich aus Blutkörperchen entwickeln, d. h. roten Blutkörperchen, weißen Blutkörperchen und Blutplättchen. Sie werden üblicherweise als Leukämie bezeichnet, wenn der Tumor bereits das Knochenmark erreicht hat. Hämoblastosen sind auch Lymphozytome. Das bedeutet, dass sich der Tumor aus reifen Lymphozyten bildet. Während eines solchen Blutkrebses wirkt sich die Krankheit kaum auf das Knochenmark aus.

Symptome von Blutkrebs bei Kindern

Die ersten Anzeichen von Blutkrebs sind allgemeiner Natur und erschweren die Diagnose (Gedächtnisstörung, Müdigkeit, Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit). Der Hauptgrund für diese Symptome ist eine geringe Blutversorgung des Gehirns. Oft kann ein frühes Stadium von Blutkrebs durch Symptome wie Wundheilungsstörungen sowie eine erhöhte Neigung zu deren Eitern erkannt werden. Die folgenden Anzeichen deuten darauf hin, dass Leukämie in ein weiteres Stadium übergegangen ist:

  • übermäßige Blässe;
  • vergilbte Haut;
  • signifikanter Gewichtsverlust;
  • eine starke Zunahme der Größe von Leber und Milz;
  • kleine Hautausschläge;
  • erhöhte Blutung der Schleimhäute.

Welche Behandlung wird in der Kinderhämatologie und -onkologie eingesetzt?

Zur Behandlung von Blutkrebs (Leukämie) setzen Kinderhämatologen und -onkologen Chemotherapie ein. Die Dauer der chemotherapeutischen Behandlung beträgt im Durchschnitt zwei Jahre. Davon verbringen die kleinen Patienten etwa sechs Monate in einem Krankenhaus, der Rest der Zeit ist eine ambulante Behandlung. Während der stationären Behandlung ist der Patient so weit wie möglich vor der Außenwelt geschützt. Ein solches Hygienesystem ist mit einer fast vollständigen Unterdrückung der Abwehr aufgrund der weitgehenden Zerstörung weißer Blutkörperchen verbunden.

 

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