Kartagener-Syndrom

Was ist das Kartagener-Syndrom?

Das Kartagener-Syndrom (auch: Kartagener-Trias) ist eine angeborene Krankheit, die sich aufgrund von Genmutationen entwickelt. Hier sind Herz und Lunge seitenverkehrt lokalisiert. Die Krankheit führt zur Entwicklung von chronischer Rhinosinusitis (eine infektiöse Entzündung der Schleimhaut der Nasenhöhle und der Nasennebenhöhlen) und Bronchitis. Die Krankheit kann mit einer Spaltung der Oberlippe und Taubheit kombiniert sein.

Welche klinischen Manifestationen äußern sich beim Kartagener-Trias?

Die ersten klinischen Manifestationen der Krankheit treten bereits im Säuglingsalter auf. Die Pathologie äußert sich in häufig wiederkehrenden Episoden von Rhinitis und Husten. Der Nasenausfluss ist in der Regel eitrig. Charakteristisch sind Kopfschmerzen und stechende Schmerzen in den Ohren. Nach zwei Jahren entwickelt sich eine chronische Bronchitis und anhaltender Husten mit Auswurf.

Es gibt langwierige Lungenentzündungen, die häufig wiederkehren. Mit fortschreitender Krankheit tritt eine chronische Sinusitis (Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen) auf. Bei einigen Patienten kommt es zur Bildung von Polypen in der Nasenhöhle, was zu einer ständigen Verstopfung der Nase führt. Chronischer Sauerstoffmangel und häufige Infektionen der Atemwege führen zu einer Verzögerung der körperlichen Entwicklung.

Die Krankheit ist durch eine Abnahme des Appetits, unzureichendes Gewicht, Wachstumsstörungen, allgemeine Schwäche, erhöhte Müdigkeit und beeinträchtigte Lernfähigkeit gekennzeichnet. Die Krankheit kann sich durch Hörverlust, starke Geruchsschwierigkeiten, Herz-Lungen- und Nierenversagen verkomplizieren.

Worauf zielt die Behandlung des Kartagener-Syndroms ab?

Da eine vollständige Heilung der Krankheit nicht möglich ist, wird eine symptomatische Therapie durchgeführt. Die Verschlimmerung von bronchopulmonalen Erkrankungen und eitrig-entzündlichen Prozessen hört mit antibakteriellen Medikamenten auf.

Dem Patienten verschreiben Ärzte beispielsweise Kortikosteroide (Hormone der Nebennierenrinde), Bronchodilatatoren und Mukolytika (erleichtern die Entfernung von Sputum aus den Lungen). Die Behandlung wird durch Massagen ergänzt. Indikationen zufolge ist ein chirurgischer Eingriff möglich.

 

 

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