Kardiologie: Invasive Kardiologie

Was ist die invasive Kardiologie?

Die Kardiologie ist die Lehre vom Herzen. Die invasive Kardiologie diagnostiziert oft schon eine Herzerkrankung. Zu den Behandlungsmaßnahmen zählen in den Körper eindringende Methoden – zum Beispiel eine Angiographie oder verschiedene Operationen.

Was ist die Angiographie?

Die Angiographie ist eine Röntgenmethode zur Untersuchung von Blutgefäßen mit einem Kontrastmittel, mit der man den Funktionszustand des Gefäßsystems, den Blutfluss und das Ausmaß des pathologischen Prozesses untersuchen kann. Mithilfe der Angiographie können die Schädigung und Pathologie von Blutgefäßen bestimmt werden, zum Beispiel:

  • Erweiterung der Arterien, Aneurysmen;
  • Verletzung der Durchgängigkeit von Gefäßen in Form von Atherosklerose, Thrombose usw.;
  • Schäden und Defekte an Blutgefäßen (Hämangiome, Krümmungen usw.) und verschiedenen Organen;
  • Tumoren.

Zwei Wochen vor der angiographischen Untersuchung ist auf Alkohol zu verzichten. Um das Risiko einer Allergie gegen ein Kontrastmittel zu verringern, werden dem Patienten antiallergische Medikamente verschrieben. Vor der eigentlichen Untersuchung muss der Patient alle Metallgegenstände, einschließlich Schmuck, entfernen, da sie den Durchgang von Röntgenstrahlen stören können.

Während der Studie liegt der Patient auf einem Tisch und ist an einen Kardiomonitor angeschlossen. Eine Punktion (meistens der Oberschenkelarterie) erfolgt  mit einer speziellen Nadel und der Arzt führt einen Katheter zu dem Gefäß. Darauf folgt die Gabe des Kontrastmittels (jodhaltiges Präparat). Aufgrund dieser Substanz ist auf dem Monitor mit Röntgenstrahlen ein Bild des Kreislaufsystems des Patienten sichtbar. Das Kontrastmittel kann beim Patienten ein Wärmegefühl verursachen. Am Ende wird der Katheter aus dem Gefäß entfernt und der Patient bekommt einen festen Verband auf die Einstichstelle gelegt. Der gesamte Vorgang dauert ungefähr eine Stunde.

Welche Herzoperationen unterscheidet die invasive Kardiologie?

  • Bypass-Operation der Koronararterien: Diese OP bekämpft effektiv die Herzischämie. Wenn das Herzkranzgefäß von Sklerose betroffen ist, wird eine Bypass-Operation durchgeführt, bei der die Umgehung des Blutflusses, d. h. ein Shunt, überlagert wird. Der Arzt stellt diese Verbindung aus einer kleinen Arterie des Unterarms oder des Unterschenkels her. Anschließend näht er sie an der Stelle in die Aorta, an der es notwendig ist, die Blockade des Gefäßes zu umgehen.
  • Bei einer diagnostizierten sklerotischen Läsion, bekommt der Patienten ein Stenting der Herzkranzgefäße vorgeschrieben. Dies geschieht endoskopisch. Mithilfe von speziellen Geräten führt man dabei eine dünne Sonde in das Herzkranzgefäß ein. Arteriosklerotische Plaques sind zu entfernen. Das Lumen des Gefäßes ist mit einem Stent gefüllt, um eine erneute Verengung des Gefäßes zu verhindern. Diese Operation ist indiziert für den Myokardinfarkt sowie zur Vorbeugung von koronaren Herzerkrankungen.
  • Ersatz der Mitralklappe: Mitralklappeninsuffizienz tritt vor dem Hintergrund von Rheuma auf. Bei Nichtbehandlung kann sich eine Herzinsuffizienz Daher wird eine Korrektur oder ein Ersatz der Mitralklappe durchgeführt. Bei der Operation verwendet man eine spezielle Sonde, mit deren Hilfe sich die atrioventrikulären Öffnungen ausdehnen und Klappenrisse präparieren lassen.
  • Carotis-Chirurgie: Wenn sich die Halsschlagader verengt, erhält das Gehirn weniger Blut. Die Operation erfolgt mit elastischen und langlebigen Gefäßprothesen.
  • Aortenklappenersatz: Dieses Verfahren wird am offenen Herzen durchgeführt, während ein Gerät zur künstlichen Durchblutung im Einsatz ist.

 

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