Kältekammer

Was ist eine Kältekammer?

Die Kältekammer ist eine spezielle Installation, bei der es sich um eine Kabine handelt, die mit gekühltem Stickstoff oder einer Mischung aus Stickstoff und Sauerstoff gefüllt ist. Die Temperatur, bei der das Verfahren durchgeführt wird, beträgt minus 130 bis 140 Grad Celsius. Äußerlich ähnelt die Kältekammer einem vertikalen Solarium. Eine Person befindet sich in ihr in stehender Position. Behandlung in der Kältekammer dauert nur wenige Minuten.

Was ist Cryotherapie?

Bei der Cryotherapie (Kältetherapie) kommt die Kältekammer zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine konservative Behandlungstechnik mit therapeutischen Methoden. Gleichzeitig führt die kurzfristige Abkühlung auf niedrige Temperaturen (-150° C) zur Verengung der Blutgefäße mit anschließender Ausdehnung nicht nur der vorhandenen, sondern auch der Reservekapillaren, wodurch sich der Blutfluss zum Applikationsort und der damit verbundene Stoffwechsel erheblich steigern.

Wie wird eine Kältekammer-Sitzung durchgeführt?

Der Patient ist lediglich mit Badekleidung, Socken, Handschuhen und Mundschutz bekleidet, während er in der Kältekammer steht. Anschließend umhüllt flüssiger Stickstoff den Körper, der die Haut für eine kurze Zeit abkühlt. Es wirkt nur für kurze Zeit auf die Haut, ohne die inneren Organe einer Person abzukühlen. Stickstoff hat eine trocknende Wirkung, was bedeutet, dass die Haut im Kontakt mit ihm trocken bleibt. Dies ist sehr wichtig für ihre Sicherheit. Die optimale Zeit für die erste Sitzung beträgt 30 bis 40 Sekunden. Anschließend können die Besuche in der Kältekammer auf zwei bis drei Minuten erhöht werden.

Was sind Indikationen für diese Behandlung?

Es gibt viele Hinweise für Cryotherapie-Sitzungen:

  • ein geschwächtes Immunsystem;
  • hohe Müdigkeit;
  • Schlafstörungen;
  • depressiver Zustand;
  • Kopfschmerzen, einschließlich Migräne;
  • die Notwendigkeit der Genesung nach schwerer Krankheit;
  • Magen-Darm-Erkrankungen (Kolitis (Entzündung der Dickdarmschleimhaut), Geschwüre, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung));
  • Lungenerkrankungen;
  • Diabetes (Zuckerkrankheit);
  • rheumatische Schmerzen;
  • Hautkrankheiten (von leichten Verletzungen bis zu schweren Krankheiten wie Psoriasis, Neurodermitis);
  • Fettleibigkeit.

In welchen Fällen ist der Besuch einer Kältekammer kontraindiziert?

Gegenanzeigen für die Kältekammer sind:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems;
  • Veranlagung zur Thrombose;
  • Hypertonie (erhöhte Durchblutung während der Sitzung kann eine hypertensive Krise hervorrufen);
  • Onkologie (der Zustand eines durch eine schwere Krankheit geschwächten Organismus kann sich aufgrund von Temperaturstress verschlimmern);
  • Lungenentzündung (bei Menschen mit dieser Diagnose ist der Atmungsmechanismus beeinträchtigt, was mit dem normalen Verfahren nicht vereinbar ist);
  • Virus- oder Infektionskrankheiten im akuten Stadium, begleitet von Fieber;
  • Klaustrophobie (Platzangst);
  • neuropsychiatrische Probleme;
  • eine allergische Reaktion des Körpers auf niedrige Temperaturen.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Kältetherapie / Cryotherapie
Schmerztherapie