Japanische Enzephalitis

Was ist Enzephalitis japonica?

Für die Japanische Enzephalitis, auch Encephalitits japonica, ist ein Virus verantworlich, der zur gleichen Gattung gehört wie die Gelbfieber-, West-Nil- und Dengue-Fieber-Viren. Stechmücken übertragen das Virus. Es ist in süd- und ostasiatischen Ländern verbreitet.

Was sind Risikogebiete und wie häufig ist die Viruserkrankung?

Weltweit werden jedes Jahr 68.000 klinische Fälle gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der Todesfälle auf etwa 14.000 bis 20.000 pro Jahr.

Die Länder in Süd- und Ostasien und im westlichen Pazifik sind am stärksten von der Japanischen Enzephalitis betroffen. Diese Krankheit kommt vor allem in den ländlichen und stadtnahen Gebieten der betroffenen Länder vor.

Japanische Enzephalitis: Ursachen und Risikofaktoren

Die Übertragung des Japanischen Enzephalitis-Virus erfolgt auf den Menschen durch einen Stich der infizierten Mücke der Gattung Culex (hauptsächlich Culex tritaeniorhynchus). So eine Übertragung erfolgt zwischen Stechmücken, Schweinen und Wasservögeln: sie sticht bereits infizierte Tiere.

Symptome der Japanischen Enzephalitis

Meist sind diese Infektionen symptomlos und bleiben unbemerkt. Manchmal treten nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von 7 Tagen die offensichtlichen Anzeichen der Krankheit auf (Fieber und Kopfschmerzen). Der Verlauf ist mild.

In einigen Fällen ist die Japanische Enzephalitis schwerwiegend. Die Symptome, insbesondere neurologischer Art, sind dann:

  • hohes Fieber;
  • heftige Kopfschmerzen;
  • ein steifer Nacken;
  • Krämpfe;
  • Orientierungslosigkeit und schlimmstens sogar
  • Koma.

Der Zustand des Patienten kann sich verschlechtern und zum Tod führen. Andernfalls bleiben bei 20 bis 30 % der Patienten Nachwirkungen bestehen, wie Lähmungen, Krämpfe oder sogar die Unfähigkeit zu sprechen.

Wie diagnostiziert der Arzt Enzephalitis japonica?

Der Arzt befragt Sie nach einer Reise in ein Risikogebiete und deren Daten sowie nach dem Kontakt mit Patienten. Er schaut nach neurologischen Anzeichen und versucht, andere Ursachen von Enzephalitis (insbesondere bakterielle, Tuberkulose und Herpes) und Anzeichen von Malaria, insbesondere in Südostasien (die assoziiert oder isoliert sein können), auszuschließen.

Japanische Enzephalitis: Weitere Untersuchungen und Analysen

Eine Computertomographie (CT)-Untersuchung zeigt in der Regel, wenn nicht zu früh durchgeführt, zerebrale Läsionen der Hirnrinde (Peripherie des Gehirns), manchmal aber auch diffuser und schwerwiegendere. Die CT-Untersuchung wird häufig durch eine Lumbalpunktion ergänzt, die eine infektiöse Reaktion aufzeigt, die auf eine virale Ursache (abnorme Lymphozytenmengen) im Liquor, der das Gehirn und Rückenmark umgebenden Flüssigkeit, schließen lässt. Mit dieser Flüssigkeit führen Fachleute eine Reihe biologischer Analysen durch, zusätzlich zu virusbezogenen Tests, insbesondere um Herpes und andere Ursachen von Enzephalitis auszuschließen.

Die formale Diagnose beruht auf biologischen Tests, die zum Nachweis dieses Virus geeignet sind: Serologie (Suche nach Antigenen des Virus oder Antikörpern, die vom Körper zur Bekämpfung des Virus produziert werden) und Virusisolierung mittels einer Zellkultur des Virus.

Wie kann ich der Japanischen Enzephalitis vorbeugen?

Es ist ratsam, sich vor Mückenstichen zu schützen durch das Tragen loser, abdeckender Kleidung sowie dem Verwenden von mückenabweisenden Produkten (z. B. Mückenspray und Spiralen).

Prävention basiert auch auf Impfungen. Seit der Einführung der Massenimpfung in Japan (1965) ist diese Krankheit zu einer Ausnahmeerscheinung geworden. Es scheint gerechtfertigt, Menschen, die sich in ländliche Gebiete begeben, zu einer Impfung gegen Japanische Enzephalitis zu raten. Insbesondere während der Regenzeit und bei vielen Aktivitäten im Freien wie Camping und Wanderungen sind Impfungen empfehlenswert für Reisende.

Japanische Enzephalitis: So behandeln Mediziner

Derzeit gibt es keine spezifische Behandlung, sondern nur eine unterstützende Behandlung. Sie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und den Zustand des Patienten zu stabilisieren.

 

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