Insulin

Was ist Insulin?

Insulin ist ein Proteinhormon, das von den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse sezerniert wird und eine anabole Funktion im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Lipiden hat.

Woraus besteht Insulin?

Es besteht aus 51 Aminosäuren, die zwei Polypeptidketten (A und B) bilden, die durch zwei Schwefelbrücken miteinander verbunden sind. Die Beta-Zellen produzieren ein primäres Molekül, das Präproinsulin, das aus einer einzigen Aminosäurekette besteht. Dieses wird dann in Insulin und Peptid C aufgespalten. Dadurch sammelt sich das Insulin in den Granula an, bereit zur Sekretion.

Wie ist die Insulinsekretion reguliert?

Die Insulinsekretion reguliert sich in erster Linie durch Veränderungen der Blutzuckerkonzentration, aber auch andere Faktoren können ihre Sekretion beeinflussen. Dies kann durch bestimmte Aminosäuren, Glucagon, GIP (gastrointestinales Hormon), den vagalen Oropharynx, alpha-blockierende und beta-stimulierende adrenerge Impulse und Sulfanilharnstoffe erfolgen. Sie hemmen die Insulinsekretion durch alpha-adrenerge Stimuli (Adrenalin) und den Sympathikusweg.

Pharmakologisch wird die Insulinsekretion durch adrenerge Betablocker gehemmt. Für alle Säugetiere, einschließlich des Menschen, ist es das wichtigste anabole Hormon, ohne das Leben, Wachstum und Heilungsprozesse nicht möglich wären. Alle Energiespeicherprozesse unterliegen der Insulinregulierung.

Eigenschaften von Insulin

Insulin ist ein Peptid, das frei im Blutstrom zirkuliert und durch den Zwischenraum an die Zelloberfläche gelangt. Jede Zelle hat in der Plasmamembran spezifische Rezeptoren für Insulin. Die Insulin-Rezeptor-Bindung löst eine Reihe von Kaskadenreaktionen aus, die von der Zellmembran ausgehen und die gesamte Zelle betreffen. Diese Reaktionen wirken sich auf den Metabolismus aller wichtigen Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Lipide und Proteine), Elektrolyte (Natrium und Kalium) und Enzyme des Körpers aus, mit dem endgültigen Effekt, dass sich ihre Konzentrationen im Blutkompartiment zugunsten des intrazellulären reduzieren.

Therapie bei Insulinmangel

Insulinmangel kann zum Ausbruch von Diabetes mellitus führen. Die pharmazeutische Industrie stellt es mit verschiedenen Präparaten her, die man je nach Art und Dauer der Wirkung (schnell, langsam, halbdauernd und ultralent) injiziert, subkutan oder intravenös verabreicht. Insulin kommt bei der Therapie von Diabetes mellitus Typ 1 oder IDDM (insulinabhängig) und in einigen Fällen von Diabetes mellitus Typ 2 oder NIDDM (nicht insulinabhängig) zum Einsatz, wenn orale Hypoglykämiemittel nicht ausreichen oder kontraindiziert sind.

 

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