Innerliche Anwendung von Kortison

Warum ist die innerliche Anwendung von Kortison brisant?

Bei einer äußerlichen Anwendung ist das Kortison nicht ganz so brisant, wie bei einer innerlichen Anwendung. Von außen lässt es sich auf der Haut gezielt einsetzen und über diese Anwendung gelangt nur ein geringer Teil in den Körper. Erfolgt eine innerliche Anwendung von Kortison, ist es dagegen im gesamten Körper präsent und aktiv. Wegen der möglichen erheblichen Nebenwirkungen muss über diese Anwendung immer ein Arzt entscheiden.

Welche Nebenwirkungen von Kortison bei innerlicher Anwendung gibt es?

Keine Nebenwirkungen sind bei einem kurzen Einsatz von Kortison zu erwarten. Dabei ist es egal, ob es von innen, in Form von Tabletten oder als Spritze, oder von außen in Form von Salben oder Cremes in den Körper kommt.

Erst bei längerer Anwendung können erhebliche Probleme auftreten. Es hemmt die Wundheilung und schwächt die Abwehrkraft insgesamt. Infektionen, die im Körper lauern, können so leicht durchbrechen. Magengeschwüre können entstehen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen

  • Appetit- und Gewichtszunahme
  • Fettanlagerung besonders am Rumpf und Hals
  • Vollmondgesicht;
  • Blutdrucksteigerung
  • Wassereinlagerung
  • Akne
  • Hautverfärbungen
  • Verminderung des Knochenkalkgehaltes
  • Glücksgefühl (Suchtgefahr)

Verabreicht man das Hormon über längere Zeit, tritt im Körper ein Gewöhnungseffekt ein. Das kann sogar dazu führen, dass der Entzug, also ein plötzliches Absetzen des Kortisons zu einem körperlichen Schock führt. Eine langandauernde Kortisonbehandlung kann und darf deshalb nicht schlagartig abgebrochen werden.

 

Autor:

Dr. med. Johannes Müller

 

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