Infusionsbehandlung

Was ist die Infusionsbehandlung?

Die Infusionsbehandlung ist eine parenterale (wörtliche Bedeutung: „am Darm vorbei“) Flüssigkeitstherapie. Ihr Hauptzweck ist die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des Volumens und der Qualität der Zusammensetzung der Flüssigkeit im gesamten Wasserhaushalt des Körpers.

Die Infusionsbehandlung ist die Behandlung einer Krankheit durch Gabe eines flüssigen Medikamentes durch einen dünnen Schlauch in eine Nadel, die in einem Arm- oder Handblutgefäß liegt. Das Medikament wird aus einer hängenden Flasche oder einem Beutel langsam verabreicht. Zum Einführen werden verschiedene Katheter verwendet. Sie können in den zentralen oder peripheren Gefäßen platziert werden.

Die Infusionsbehandlung wird nur in Fällen angewendet, in denen der enterale Weg (Zufuhr über den Darm) der Flüssigkeits- und Elektrolytabsorption unmöglich oder begrenzt ist oder ein erheblicher Blutverlust vorliegt, der sofort ersetzt werden muss. Als Kontraindikationen gegen eine Infusionsbehandlung gelten unter anderem allergische und anaphylaktische Reaktionen auf verschiedene Infusionslösungen.

Was sind die Indikationen zur Infusionsbehandlung?

  • der Mangel an Flüssigkeitsvolumen
  • Verlusten von Wasser und Elektrolyten, Plasma und Blut
  • bei schweren Schäden und Krankheiten, die von Fieber, Erbrechen, Durchfall, reichlichem Schwitzen und erheblichen Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts sowie bei Unmöglichkeit der Verwendung einer enteralen Art der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen gefolgt sind
  • Schmerzsyndrom
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Gefäßpathologie
  • Osteochondrose (Veränderung von Knochen und Knorpeln durch Verschleiß)
  • Gelenkerkrankungen
  • Schwindel / Gleichgewichtsstörungen
  • alle Arten von Schock

Welche Arten der Infusionstherapie gibt es?

Man unterscheidet:

  • Basische Infusionsbehandlung: Der Zweck von basischen Infusionsbehandlungen ist es, die physiologischen Bedürfnisse des Körpers an Wasser oder Elektrolyten zu gewährleisten.
  • Korrektive Infusionsbehandlung: Sie zielt auf die Korrektur von Veränderungen in Wasser, Elektrolyt, Eiweißhaushalt und Blut ab, indem sie die fehlenden Volumenkomponenten (extrazelluläre und zelluläre Flüssigkeit) wieder auffüllt, wodurch sich unter anderem die gestörte Zusammensetzung der Wasserräume sowie der Hämoglobinspiegel normalisiert.

Welche Ziele hat die Infusionstherapie?

  • Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der normalen Plasmaosmolarität (wichtigste Messgröße zur Beurteilung der internen Wasserbilanz)
  • Gewährleistung einer angemessenen Mikrozirkulation (Durchblutung der kleinsten Blutgefäße)
  • Verhinderung der Aggregation (Zusammenballung) von Blutzellen
  • Normalisierung der Sauerstofftransportfunktion des Blutes

Welche Hauptrichtungen der Infusionsbehandlung unterscheidet man?

  • Volumokorrektur ist die Wiederherstellung eines angemessenen Volumens an zirkulierendem Blut und Normalisierung seiner Zusammensetzung während des Blutverlusts
  • Hämorekorrektur ist die Normalisierung der homöostatischen Eigenschaften von Blut
  • Infusions-Rehydration ist die Aufrechterhaltung einer normalen Mikro- und Makrozirkulation (insbesondere bei klinisch ausgeprägter Dehydration)
  • Normalisierung des Elektrolytgleichgewichts und des Säure-Basen-Gleichgewichts
  • aktive Infusionsentgiftung
  • Austausch: Eine korrigierende Infusion hat eine direkte Auswirkung auf den Stoffwechsel des Gewebes aufgrund der aktiven Komponenten des Blutersatzes

 

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