Hypothalamus

Was ist ein Hypothalamus?

Der Hypothalamus ist eine mediane Ausbildung des Gehirns. Er ist unter dem Thalamus gelegen, entsprechend dem basalen Teil des Zwischenhirns und dem Boden des dritten zerebralen Ventrikels. Der Hypothalamus wird von Zellen der grauen Substanz gebildet. Diese sind in zahlreichen Kernen gruppiert, die man topographisch in vier Gruppen (anterior, lateral, median und posterior) unterscheidet. Diese sind mit der Großhirnrinde und den Zentren des Telencephons, mit dem Thalamus und dem Epitalamus, mit dem Mittelhirn und dem Bulbus verbunden. Davon gehen verschiedene sensorische Impulse und efferente Nervenfasern ein oder aus.

Welche Funktionen erfüllen die Bereiche des Hypothalamus?

Im Hypothalamus sind umschriebene Bereiche (Zentren) identifiziert, die im menschlichen Organismus präzise Funktionen erfüllen. Der Hypothàlam zum Beispiel steuert die Aktivität der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) durch die Produktion chemischer Mediatoren, die er selbst synthetisiert und über die im Hypophysenstiel verlaufenden hypothalamischen Portalgefäße zur Hypophyse transportiert.

Die spezifischen Hormone der Hypophyse

Es handelt sich dabei um die sogenannten Releasing-Hormone, die für jedes von der Hypophyse produzierte Hormon spezifisch sind:

GHRH (für GH),

GnRH oder LHRH (für FSH und LH);

CRH (für ACTH);

TRH (für TSH);

PRF (für PRL).

Mit der Ablation des Hypothalamus nimmt die Produktion aller Hypophysenhormone ab, mit Ausnahme des Prolaktins, das zunimmt. Es ist das einzige Hypophysenhormon, das im hemmenden Sinne reguliert wird. 

 

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