Hyposthenia

Was ist Hyposthenia?

Hyposthenia bezeichnet eine Verminderung der Muskelkraft. Sie ist Ausdruck – in der Regel – einer Pathologie des zentralen Nervensystems (zum Beispiel in den Pyramidenbahnen, Kleinhirn usw.). Seltener tritt diese Erkrankung im peripheren System auf. Zum Beispiel durch die Blockierung der cholinergen neuromuskulären Übertragung. Diese tritt beispielsweise bei einer Myasthenie auf, wobei die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskeln gestört ist.

Wie diagnostiziert man diese Krankheit?

Die Diagnose von Hyposthenia erfolgt mithilfe von verschiedenen Tests. Der wichtigste ist hierbei der Mingazzini-Test für die oberen Gliedmaßen. Der Patient muss dabei die oberen Gliedmaßen strecken. Im Falle eines Defizits beobachtet man eine allmähliche Absenkung der paretischen Gliedmaße. Für die unteren Gliedmaßen muss der Patient auf dem Rücken liegend die unteren Gliedmaßen etwas voneinander entfernt flexibel und parallel anheben. Im Falle eines Defizits senkt sich das paretische Bein langsam ab.

Der Barrè-Test

Bei einem Barrè-Test liegt der Patient auf dem Bauch und soll die Beine auf den Oberschenkeln beugen, ein wenig voneinander entfernt. Im Falle eines Defizits senkt sich das paretische Bein. Wenn der Patient dann aufgefordert wird, die Beine auf den Oberschenkeln kräftig zu beugen, ist eine Hyperflexion nur auf der gesunden Seite möglich. 

 

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