Hypophyse

Was ist eine Hypophyse?

Die Hypophyse (auch lateinisch Hypophysis oder Hirnanhangsdrüse) ist eine im Schädel befindliche innere Sekretdrüse, die sich im Türkensattel des Keilbeins befindet und in enger anatomischer und funktioneller Verbindung mit dem Hypothalamus steht. Sie hat eine eiförmige Form und lässt sich in zwei Teile unterteilen:

  • erstens die Neurohypophyse, die von den Wänden des dritten Ventrikels ausgeht und die man, auch funktionell, als Teil des Hypothalamus betrachten muss (sie bildet den hinteren Lappen der Hypophyse und ist wegen ihrer Struktur auch als Pars nervosa oder Nervenlappen bezeichnet);
  • zweitens die Adenohypophyse (oder vordere Hypophyse), die eine echte endokrine Drüse ist.

Welche Aufgaben hat die Neurohypophyse?

Die Neurohypophyse fungiert als Reservoir für zwei Hormone, die an den supraoptischen und paraventrikulären Kernen des Hypothalamus produziert werden. Das antidiuretische Hormon oder Vasopressin oder ADH und Oxytocin. Als Reaktion auf entsprechende Stimuli gibt die Neurohypophyse diese in den Blutkreislauf ab.

Welche Hormone produziert die Adenohypophyse?

Was die Adenohypophyse betrifft, so gibt es zahlreiche von ihr produzierte Hormone:

  • somatotropes Hormon, auch Wachstumshormon oder GH genannt;
  • kortikotropes oder Adenokortikotropin-Hormon oder ACTH;
  • Follikulose-stimulierendes Hormon oder FSH;
  • luteinisierendes Hormon oder LH;
  • Thyreotropin-Hormon oder TSH;
  • Prolaktin oder PRL.

Welche von der Hypophyse verursachten Störungen gibt es?

Es gibt Hypophysenstörungen aufgrund mangelnder Hormonsekretion oder globaler Hypophyse, die mit neuroendokrinen Störungen bei der Kontrolle der Hypophyse assoziiert sind. Weitere Störungen können sein:

  • nicht sezernierende Hypophysentumore;
  • Kraniopharyngiom;
  • metastasierende Tumore;
  • Sheehan-Syndrom;
  • Histiozytose X;
  • Hämochromatose;
  • sekundäre Schilddrüsenpathologien durch übermäßige hormonelle Sekretion;
  • Hyperpituitarismus: Überfunktion des Hypophysengewebes.

Sowohl die Adenohypophyse als auch die Neurohypophyse können von einigen in der Tabelle angegebenen Krankheiten betroffen sein.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Hypophysentumor
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Neurologie