Hypercholesterinämie

Was ist Hypercholesterinämie?

Hypercholesterinämie (auch: Dyslipidämie) ist ein erhöhter Cholesteringehalt im Blut (über 200 mg / dl oder 5,18 mmol / l). Cholesterin ist eine natürliche Substanz, die in Zellmembranen vorkommt, und fettlöslich ist. Hypercholesterinämie ist ein Risikofaktor für das Auftreten von Arteriosklerose und deren negativen Folgen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Was sind Risikofaktoren für das Auftreten einer Dyslipidämie?

Die häufigste Ursache für diese Art der Fettstoffwechselstörung ist ein erblicher Faktor. Dieser kann mit Stress, körperlicher Inaktivität und Fettleibigkeit auftreten. Das Vorhandensein von Diabetes (Zuckerkrankheit), Hypothyreose (eine Abnahme der Schilddrüsenhormonspiegel), längerem Medikamentenkonsum (Diuretika, Steroide, Gestagene usw.) werden als weitere Risikofaktoren für das Auftreten einer Hypercholesterinämie angesehen.

Was sind Kennzeichen der Dyslipidämie?

Die ersten Symptome sind:

  • das Auftreten von Flecken auf den Augenlidern, die sich leicht über die Hautoberfläche erheben und einen gelblichen oder braunen Farbton haben;
  • das Erscheinen eines grauen Rings um die Hornhaut des Auges.

Wie diagnostizieren Ärzte eine Hypercholesterinämie?

Genauer als eine herkömmliche Cholesterinmessung ist ein Lipidogramm. Es ist die Hauptmethode zur Diagnose von Hypercholesterinämie. Hierbei handelt es sich um eine Blutuntersuchung auf Lipide. Bei Hypercholesterinämie können auch ein immunologischer Bluttest und eine genetische Analyse erforderlich sein.

Was können Betroffene selbst tun?

Die Behandlung der Hypercholesterinämie beginnt mit einer Diät, die darauf abzielt, die Fettaufnahme umzustellen (weniger tierische gesättigte Fette, mehr pflanzliche mehrfach ungesättigte Fette) sowie die Kohlenhydrat- und Ballaststoffaufnahme zu erhöhen. Die Diät umfasst Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, fettarmes Fleisch, fettarme Milch und Milchprodukte. Der Hauptteil der Ernährung sollte Obst und Gemüse sein, das komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe liefert.

Zusammen mit einer Diät verordnen Ärzte erhöhte körperliche Aktivität. Bewegung kann die schädlichen Auswirkungen von Cholesterin erheblich verringern.

In den Fällen, in denen Ernährung und körperliche Aktivität nicht den gewünschten Effekt zeigen, verschreiben Endokrinologen eine medikamentöse Therapie mit speziellen Medikamenten – Statinen oder Fibraten. Statine sind Medikamente, die den Cholesterinspiegel im Blut senken. So können sie das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich verringern.

 

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