Huntington-Krankheit

Was ist die Huntington-Krankheit?

Die Huntington-Krankheit (auch: Chorea Huntington) ist eine seltene Erkrankung des Gehirns, die zu degenerativen Veränderungen führt. Die Krankheit wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % vererbt. Sie manifestiert sich am häufigsten im Alter von 30-40 Jahren, in einigen Fällen jedoch früher. Innerhalb von 15 bis 20 Jahren schreitet die Demenz fort, wonach der Patient stirbt.

Wie manifestiert sich die Chorea Huntington?

Das erste Symptom der Huntington-Krankheit ist das unwillkürliche Zucken von Gliedmaßen, Rumpf und Gesichtsmuskeln. Sehr oft gehen sie mit plötzlichen Stimmungsschwankungen, Depressionen, Reizbarkeit, Unverständnis der Sprache einher. Mit fortschreitender Krankheit kommen Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken, Ganginstabilität, Gleichgewichtsverlust, beeinträchtigte geistige Funktion und Gedächtnisstörungen zu diesen Symptomen hinzu.

Alle Symptome der Huntington-Krankheit können in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: motorische und neuropsychische. Zu den motorischen Symptomen gehören:

  • unwillkürliche Gestik;
  • Schwierigkeiten beim Versuch, eine zielgerichtete Bewegung zu vollenden (eine geballte Faust zu halten, die Zunge herauszustrecken, einen konzentrierten Blick auf einen Punkt usw.)

Neuropsychische Veränderungen manifestieren sich z. B. in:

  • kognitive Beeinträchtigung: Probleme mit Orientierung, Bilderkennung, Kurzzeitgedächtnis, Schwierigkeiten bei der Organisation und Planung;
  • emotionale und Verhaltensprobleme: Aggression, Reizbarkeit, Depression, Apathie, asoziales Verhalten usw.

Mit der Zeit verliert der Patient allmählich die Fähigkeit, zu gehen, zu schlucken, die Demenz schreitet voran. Mit fortschreitender Krankheit ist palliativmedizinische Betreuung erforderlich.

Welche therapeutischen Methoden verwenden Ärzte bei der Huntington-Krankheit?

Es gibt derzeit keine Möglichkeit, diese Krankheit vollständig zu heilen. Die Therapie zielt hauptsächlich darauf ab, die Symptome zu beseitigen. Die Erregung wird mit Hilfe von Antipsychotika und Depressionen werden mit Hilfe von Antidepressiva beseitigt. Medikamente verbessern den Zustand kurzfristig, dann schreitet die Huntington-Krankheit weiter voran. Die Behandlung ist darüber hinaus mit Medikamenten, die den Muskeltonus senken, und mit Beruhigungsmittel.

Bei psychischen Störungen wird die stationäre Behandlung in einer spezialisierten Einrichtung durchgeführt. In einigen Fällen kann eine chirurgische Behandlung die Hyperkinese (unwillkürliche heftige Bewegungen in verschiedenen Muskelgruppen) schwächen.

 

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