Hornhautvermessung (Pachymetrie)

Was ist die Hornhautvermessung oder Pachymetrie?

Die Hornhautvermessung oder Pachymetrie ist die Dickenvermessung der Hornhaut. Dies dient dem Ziel, die Messung des Augeninnendrucks  auf die individuelle Hornhautdicke abstimmen zu können und so ein genaueres Messergebnis zu erhalten. Die Pachymetrie dient in der Augenheilkunde der Diagnose und zählt zu den instrumentellen diagnostischen Untersuchungsmethoden.

Welche Indikationen gibt es für eine Hornhautvermessung?

  • Hornhautödem, bei dem es deformiert und dicker wird. Der Patient klagt über Nebel vor den Augen, Schmerzsymptome, Tränen und Augenrötungen
  • vor der Operation an der Hornhaut
  • Läsionen des Hornhautgewebes aufgrund von infektiösen oder entzündlichen Erkrankungen oder Verletzungen
  • nach einer ophthalmologischen Operation, um die Ergebnisse zu bewerten
  • Hornhautdystrophie aufgrund einer Reihe von Pathologien durch Vererbung. Mit der Pachymetrie kann man sie in einem frühen Stadium der Entwicklung identifizieren

Welche Arten der Pachymetrie gibt es?

  • Optische Pachymetrie: Die Untersuchung wird mit einer Spaltlampe durchgeführt, die den Lichtstrahl in das Auge des Patienten lenkt. Der Prozess verwendet verschiedene Lichtfilter, die die Länge und Breite des Strahls ändern. Man verwendet zusätzlich zwei spezielle Linsen, welche die Dicke der Hornhaut bestimmen. Die Schritte des Verfahrens sind wie folgt: Der Patient nimmt eine sitzende Position vor dem Gerät ein und fixiert den Kopf auf einem Ständer, wobei er die Stirn in einen bestimmten Bogen drückt. Nachdem der Augenarzt die Optik des Gerätes eingestellt hat, lenkt er einen Lichtstrahl in das Auge und nimmt Messungen vor. Die Technik ist berührungslos, sodass das Risiko einer Infektion oder Schädigung der Hornhaut ausgeschlossen ist.
  • Ultraschall-Pachymetrie: Hierbei bekommt der Patient fünf Minuten vor Beginn der Untersuchung Schmerzmitteltropfen in die Augen verabreicht. Er muss seine Augen dabei weit öffnen und darf sie nicht schließen. Ultraschallwellen werden von den Hornhautgeweben je nach ihrer vom Sensor festgelegten Struktur unterschiedlich reflektiert. Die Analyse der reflektierten Wellen erfolgt zwei oder drei Sekunden lang, um die Dicke der Hornhaut sowie deren Struktur zu bestimmen. Nach dem Eingriff ist die Empfindlichkeit der Hornhaut schnell genug wiederhergestellt.
  • CT-Pachymetrie: Die Studie wird mit einem Tomographen durchgeführt, mit dem man durch Scannen mit Infrarotstrahlen ein Bild der Hornhaut und anderer Gewebe des Augapfels erhalten kann. Der Patient nimmt eine sitzende Position vor dem Scanner ein, fixiert den Kopf auf einem speziellen Ständer und legt die Stirn in einen Bogen. Anschließend scannt der Tomograph die Hornhaut. Der Eingriff dauert nicht länger als zehn Minuten.

Die Pachymetrie erfordert keine vorherige Vorbereitung. Wenn der Patient Kontaktlinsen trägt, muss er diese entfernen.

In welchen Fällen wird die Pachymetrie nicht angewendet?

  • Schädigung der Hornhaut
  • pathologische Zustände des Auges, gekennzeichnet durch die Bildung von Eiter
  • alkoholische oder narkotische Intoxikation des Patienten
  • schwere psychische Erkrankung des Patienten

 

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