Hirnchirurgie

Was ist Hirnchirurgie?

Hirnchirurgie umfasst Operationen am Gehirn. Grund hierfür können beispielsweise Hirntumore sein. Das sind eine Gruppe verschiedener gutartiger oder bösartiger Neubildungen, die auf einer unkontrollierten Zellteilung beruhen. In der Vergangenheit waren sie normale Bestandteile des Gehirngewebes, des Lymphgewebes, der Blutgefäße des Gehirns, der Hirnnerven, der Hirnhäute, des Schädels oder der Drüsen des Gehirns. Als Folge einer Metastasierung eines Primärtumors können Tumore auch in einem anderen Organ auftreten. Die Hauptbehandlungsmethode bei Hirntumoren ist die Operation zur Entfernung des Neoplasmas. Jeder derartiger Eingriff ist eine komplexe neurochirurgische Operation.

Welche Arten der Hirnchirurgie unterscheidet man?

Kleine Tumore werden mit mikrochirurgischen Methoden unter der Kontrolle einer Mikrokamera entfernt. Große Formationen erfordern eine operative Öffnung des Schädels (Kraniotomie). Bösartige Tumore in der Hypophyse können durch die Nasengänge entfernt werden. Als zusätzliche Anwendung kann eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie des Neoplasmas eingesetzt werden.

Die Kraniotomie erfolgt unter Vollnarkose. Während des Eingriffs hat der Arzt einen guten Überblick und kann einen großen Tumor entfernen. Der Nachteil dieser Methode ist ein hohes Trauma und eine lange Rehabilitationszeit. Nach dem Eingriff ist der Patient bis zu 20 Tage in der Klinik.

Endoskopische Chirurgie wird durch eine Öffnung im Schädel mit einem Durchmesser von bis zu 3 cm durchgeführt. Ein Arzt führt chirurgische Instrumente und eine winzige Kamera in die Nebenhöhlen ein. Nach dem Eingriff befindet sich der Patient bis zu zehn Tage in der Klinik. Der Vorteil der endoskopischen Chirurgie gegenüber der offenen Chirurgie ist die schnelle Genesung des Patienten. Die Technik erlaubt jedoch nicht die Entfernung großer Tumore.

Ionisierende Strahlung hoher Leistung wirkt auf die Formation. Die Genauigkeit beträgt 0,3-0,5 mm, so dass das Verfahren kein gesundes Gewebe beeinträchtigt. Der Eingriff erfolgt ohne Einschnitte, der Patient kann die Klinik nach wenigen Stunden verlassen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass das Ergebnis der Behandlung erst nach sechs bis neun Monaten sichtbar ist. Während dieser Zeit treten irreversible Veränderungen in den Tumorzellen auf, die ihren Tod verursachen. Häufig wird Strahlentherapie zur Verkleinerung von Tumoren vor einer OP eingesetzt.

 

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