Heuschnupfen

Was ist Heuschnupfen?

Im Frühling, Sommer und Herbst schweben Pollen in der Luft. Wenn Sie atmen, gelangen die Pollen in Ihre Nasenlöcher und veranlassen Allergiker, eine Chemikalie namens Histamin herzustellen. Dies verursacht beispielsweise Niesen, eine laufende Nase, rote und tränende Augen, Juckreiz oder Heuschnupfen. Letztere Erkrankung ist auch unter den Namen saisonale allergische Rhinitis oder Pollinose (Pollinosis) bekannt – ein Dauerschnupfen aufgrund einer Pollenallergie.

Ursachen einer Pollinose

In der Anfangszeit galt Heuschnupfen als eine sehr seltene Erkrankung. Heute jedoch ist sie die häufigste Immunkrankheit des Menschen, wobei etwa 20 Prozent der Bevölkerung auf Pollen reagieren, etwa 10 Prozent haben auch klinische Symptome. Umweltverschmutzung kann zur Zunahme dieser Krankheit beitragen, indem sie eine Entzündung der Nasenschleimhaut hervorruft und die Aufnahme von Pollenantigenen erleichtert. Dies könnte erklären, warum in der städtischen Umwelt die Häufigkeit der Pollinose doppelt so hoch ist wie in der ländlichen Umgebung, obwohl in der letzteren die Pollenbelastung viel höher ist.

Wie macht sich Heuschnupfen bemerkbar?

Heuschnupfen wird durch die Einwirkung von Pollen aus der Luft verursacht, aber nicht alle Pflanzen verursachen Allergien. Die allergische Rhinitis weist andere Symptome auf als andere Arten von Rhinitis. Wenn sie einmal ausgebrochen ist, dauert sie in der Regel unbegrenzt an. Dennoch kann der Schweregrad der Erkrankung von einem Jahr zum anderen variieren, je nach der Menge der freigesetzten Pollen und der Exposition des Patienten während der Pollensaison.

Anfang des fünften und sechsten Lebensjahrzehnts können die Patienten eine langsame Remission (Verbesserung) der Symptome erleben.

  • Niesen: Kann in Serien von 20 oder mehr hintereinander auftreten. Diese können den ganzen Tag über wiederholt werden.
  • Nasenjucken: Kann sehr intensiv sein.

Kann ich mich vor einer Pollinosis schützen?

Zur Prävention ist es wichtig, dass sich der Patient von Bereichen fernhält, in denen sich Pollen, auf die er allergisch reagiert, ansammeln können. In Jahreszeiten, in denen sich die Pollen stärker vermehren, wird Allergikern empfohlen, sich so lange wie möglich in Innenräumen aufzuhalten, in denen eine Klimaanlage vorhanden ist.

Ein weiteres Hilfsmittel ist es, auf den Pollenflug zu achten, wenn der Patient Aktivitäten im Freien ausübt. Ist dieser zu hoch, empfehlen Allergologen, die im Freien verbrachte Zeit zu reduzieren.

Die Arten allergischer Reaktionen hängen von den Pollen- und Schimmelpilzraten ab, die im Laufe des Tages variieren:

  • Kräuter und Gräser: Seinen höchsten Wert haben sie am Nachmittag und am frühen Abend.
  • Schimmel: Die Raten einiger Schimmelpilzarten sind an heißen, trockenen, windigen Nachmittagen am höchsten; andere Arten haben ihre höchsten Spitzen am frühen Morgen während Perioden mit erhöhter Luftfeuchtigkeit und Regen.

Wie erfolgt die Diagnose „Heuschnupfen“?

Zur Diagnose von Heuschnupfen untersucht der Spezialist die Nasenwege auf blasse, glänzende Färbung und wässrigen Ausfluss. Er kann auch eine mikroskopische Untersuchung der Sekrete sowie eine Sinus-Röntgenaufnahme und eine CT-Untersuchung durchführen, um eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) zu bestätigen. Sie geht oft mit einer Rhinitis einhergeht und der Arzt muss sie gleichzeitig behandeln.

Was kann der Arzt für mich tun?

Die üblichen Behandlungsmethoden bei Heuschnupfen sind nach Angaben von Spezialisten folgende Medikamente:

  • Antihistaminika: In der Regel handelt es sich dabei um Tabletten, orale Lösungen oder rezeptfreie Nasensprays. In einigen Fällen können sie Schläfrigkeit verursachen.
  • Nasenkortikosteroide: Diese Nasensprays gelten als die wirksamste Behandlung. Damit sie effektiv wirken können, müssen sie kontinuierlich über nicht zu lange Zeiträume eingesetzt sein.
  • Abschwellende Mittel: Neben der Bekämpfung der Rhinitis helfen sie, die Nase abzuschwellen. Sie sollten jedoch nicht mehr als 1 Woche zum Einsatz komomen.
  • Allergie-Spritzen: In den schwersten Fällen ist es in der Regel die am häufigsten angewandte Behandlung. Die Pollen, die die allergische Reaktion auslösen, werden gespritzt. Hierbei erhöht der Spezialist die Dosen bis die Symptome unter Kontrolle sind. Auf diese Weise passt sich der Körper so lange an die Pollen an, bis er eine Toleranz entwickelt und dem entgegenwirkt.

Reagiert man auf alle Pflanzen mit Heuschnupfen?

Die Exposition gegenüber Pollen aus der Luft verursacht Heuschnupfen. Allerdings werden nicht alle Pflanzen über die Luft bestäubt, so dass nicht alle von ihnen Allergien auslösen. So sind Pflanzen, die keine Bestäubung durch Insekten erfahren, wie Gräser, die Ursache für diese Zustände.

Tatsächlich sind Graspollen die häufigste Ursache für Heuschnupfen fast überall auf der Welt. In beispielsweise Spanien steht an zweiter Stelle der Pollen des Olivenbaums in den südlichen, zentralen und östlichen Gebieten.

 

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