Pulswelle

Herzklappenchirurgie

Welche Operationen umfasst die Herzklappenchirurgie?

Die Herzklappenchirurgie umfasst Operationen an den Herzklappen, zum Beispiel die Rekonstruktion defekter Herzklappen oder ihr Ersatz durch künstliche Herzklappen. Das Ziel der chirurgischen Behandlung von Herzklappen ist es, eine übermäßige Belastung des Herzens zu beseitigen.

Die Klappen des Herzens sind direkt in den Prozess des Blutpumpens involviert, unter ständiger Exposition gegenüber hohem Blutdruck. Wie die meisten anderen Teile des Herzens sind sie anfällig für das Auftreten von Pathologien und Funktionsstörungen.

Welche Methoden der Herzklappenchirurgie gibt es?

Bei rheumatischen, degenerativen oder infektiösen Herzklappenläsionen gibt es zwei Möglichkeiten, erworbene Herzfehler zu behandeln. Eine Klappenprothese mit einer mechanischen oder biologischen Prothese. Oder die am meisten bevorzugte Methode: eine klappensparende Operation, bei der man eine pathologisch veränderte Klappe rekonstruiert.

Es gibt zwei Arten von künstlichen Prothesen:

  • mechanische Prothesen aus Kohlefaser;
  • biologische Prothesen werden aus biologischem Material hergestellt, nutzen sich jedoch schnell ab. In der Regel ist der Austausch alle acht bis zehn Jahre erforderlich.

Wie werden die Operationen an den Herzklappen durchgeführt?

Vor der Operation ist in der Regel eine transösophageale Echokardiographie (Herzuntersuchung durch die Speiseröhre) indiziert. Erwachsene Patienten werden häufig einer Koronarangiographie sowie einer Röntgenuntersuchung unterzogen.

Operationen an den Herzklappen werden unter Verwendung eines kardiopulmonalen Bypasses durchgeführt, der die Funktion des Herzens ersetzt. Blut aus dem Herzen gelangt in ein spezielles Gerät, wo es mit Sauerstoff angereichert wird und wieder in den Körper zurückkehrt. Während der Operation befindet sich der Patient im künstlichen Schlaf. Die Operation an den Herzklappen dauert etwa drei Stunden. Zuerst wird der Patient einer Vollnarkose unterzogen. Dann macht der Arzt einen Schnitt in der Mitte der Brust, um das Herz zu erreichen. Manchmal wird die Mitral- oder Trikuspidalklappe über den rechten seitlichen Zugang operiert.

Die minimal-invasive Herzklappenchirurgie

Bei der minimal-invasiven Methode tauscht man die Herzklappe aus, ohne den Brustkorb zu öffnen und das kardiopulmonale Bypass-System anzuschließen. Diese Methode erfolgt durch einen kleinen Einschnitt mit Einführung des Implantats zusammen mit einer Lichtleitersonde in die Herzhöhle. Der Arzt überwacht dabei den gesamten Ablauf auf einem Display.

Nach der Operation vernäht man die Zugänge zum Herzen schichtweise und legt einen Verband an. In der Regel darf der Patient am dritten oder vierten Tag aufstehen und gehen und etwa zehn bis zwölf Tage im Krankenhaus verbringen.

 

Bildnachweis: PublicDomainPictures | pixabay

 

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