Herzinsuffizienz bei Kleinkindern

Was bedeutet das für betroffene Säuglinge?

Glücklicherweise ist Herzinsuffizienz bei Kleinkindern und Säuglingen selten. Eine Herzinsuffizienz tritt auf, wenn das Herz nicht in der Lage ist, den für die Zirkulation erforderlichen Blutfluss zu gewährleisten. Die Diagnose ist nicht immer eindeutig. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Herzinsuffizienz eine Atemwegsinfektion, eine neurologische Erkrankung oder einfache Verdauungsprobleme auslöst. Glücklicherweise in der Pädiatrie selten, sollte sie nicht übersehen werden, da sie bei Kindern tödlich sein kann.

Symptome einer Herzinsuffizienz bei Kleinkindern

Das Auftreten ist plötzlich oder rasch fortschreitend. Dyspnoe (Kurzatmigkeit) ist das erste Anzeichen, das Aufmerksamkeit erregt: Das Kind hat Atembeschwerden. Diese Dyspnoe ist zunächst intermittierend und zeigt sich erst beim Schreien oder beim Trinken. Das Kind trinkt schlecht und wird schnell müde. Erbrechen ist häufig. Diese Atembeschwerden verschlimmern sich meist schnell. Es kommt bald zu einer oberflächlichen Atmung. Die Dyspnoe wird in aufrechter Position gelindert und verschlimmert sich, wenn der Säugling in Rückenlage liegt.

Die Zyanose (bläuliche Verfärbung) ist inkonstant und unauffällig. Um sichtbar zu sein, muss sie bei Tageslicht sorgfältig untersucht werden. Auffallend ist die Blässe der Extremitäten, Lippen und Zunge. Verhaltensstörungen spiegeln eine zerebrale Unterversorgung wider, die auf eine verminderte lokale Durchblutung zurückzuführen ist: Der Säugling ist ängstlich, unruhig, und es können Bewusstseinsstörungen oder sogar Krämpfe auftreten.

Ein schwacher, anhaltender, keuchhustenähnlicher Husten verzerrt manchmal die Diagnose. Die klinische Untersuchung des Säuglings zeigt neben dem Schreien eine Tachykardie (d. h. Herzrhythmusstörung) und manchmal Anzeichen eines akuten Lungenödems.

Herzinsuffizienz bei Kleinkindern: Ursachen und Risikofaktoren

Sie sind vielfältig:

  • angeborene Herzerkrankungen: dies ist die häufigste Ursache der Herzinsuffizienz bei Kleinkindern in den Industrieländern;
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis);

Die Herzinsuffizienz entwickelt sich bei Kleinkindern in den ersten 6 Lebensmonaten progressive (fortschreitend). Das Elektrokardiogramm – kurz: EKG – zeigt einen vergrößerten linken Ventrikel (Herzkammer). Die Prognose ist schwerwiegend.

Wie behandeln Kinderärzte eine Herzinsuffizienz?

Die Herzinsuffizienz ist nicht ausschließlich auf Herzerkrankungen zurückzuführen. Bestimmte nicht-kardiale Erkrankungen können dafür verantwortlich sein: Anämie (Blutarmut), arterielle Hypertonie (Nierenerkrankung, Kortikosteroidtherapie, Vitamin-D-Vergiftung usw.), Hypokalzämie sind weitere Ursachen, die der Kinderarzt erkennen und behandeln muss.

Die Behandlungstherapie basiert im Wesentlichen auf der Gabe von Medikamenten. Manchmal ist eine Sauerstofftherapie notwendig. Die Durchführung dieser Behandlung erfordert eine sorgfältige Überwachung, da eine Überdosierung der Medikamente zu einer schweren Vergiftung führt. Das Hauptrisiko dieser Vergiftung liegt im unvorhersehbaren Auftreten von Herzrhythmusstörungen, wobei alle Störungen der Reizleitung und Erregbarkeit abwechselnd zu einer Tachykardie und dann zum tödlichen Kammerflimmern führen.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Kinderchirurgie
Kinderheilkunde / Kinder- und Jugendmedizin