Herzinfarkt: Rehabilitation

Wie lange dauert die Rehabilitation nach einem Herzinfarkt?

Die Dauer der Rehabilitation nach einem Herzinfarkt variiert je nach Schwere der Erkrankung. In jeder der unten genannten Phasen werden eine Reihe von Maßnahmen angewendet, die dem Körper helfen, sich nach einem Herzinfarkt zu erholen.

Ein Herzinfarkt ist ein pathologischer Zustand, der von einer Gewebenekrose aufgrund einer Verletzung der Blutversorgung begleitet wird. Die Krankheit kann im Gegensatz zu häufigen Missverständnissen nicht nur das Herz, sondern auch andere Organe und Gewebe betreffen. Am häufigsten und gefährlichsten ist jedoch der Myokardinfarkt (Muskelgewebe des Herzens).

Wie lange die Rehabilitation nach einem Herzinfarkt dauert, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Ausmaß der Myokardschädigung;
  • allgemeiner Gesundheitszustand;
  • Vorhandensein oder Fehlen chronischer Pathologien (Erkrankungen) innerer Organe;
  • Körperreaktionen auf die Behandlung.

Phasen der Nachsorge nach einem Herzinfarkt

Der Rehabilitationsprozess kann in drei Hauptphasen unterteilt werden:

Stationäre Erholungsphase umfasst die medikamentöse Behandlung sowie körperliche Übungen, die für einen geschwächten Körper und eine primäre psychologische Unterstützung durchführbar sind. Die Verweildauer im Krankenhaus beträgt ein bis drei Wochen, abhängig von der Schwere des Zustands des Patienten. In dieser Zeit erhält der Patient folgende medizinische Versorgung:

  • chirurgische Behandlung – Stent-Implantation (intravaskuläre Prothetik) bei schweren Schäden an den Wänden der Blutgefäße;
  • medikamentöse Behandlung – mit Hilfe von Medikamenten werden Schmerzsyndrome beseitigt, die Belastung des Herzens verringert und die Bildung neuer Blutgerinnsel verhindert;
  • leichte körperliche Aktivität – die Fähigkeit zu sitzen, leichte Gymnastik und Spaziergänge sind erlaubt.

Während dieser Zeit erhält der Patient ein Ernährungsprogramm sowie weitere Empfehlungen für die Rehabilitation.

Poststationäre Periode: In dieser Zeit stabilisiert sich der Zustand des Patienten, er stellt sich auf eine neue Ernährung und Lebensweise ein und seine psychologische Verfassung normalisiert sich. Die poststationäre Rehabilitationsphase dauert in der Regel zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Während dieser Zeit erhält der Patient:

  • individuelles Rehabilitationsprogramm – pharmakologische Unterstützung und körperliche Genesung;
  • Korrektur von Risikofaktoren: Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin;
  • psychologische Unterstützung;
  • Training in gesunder Lebensweise und Selbstregulierung des Körpers, Vorbereitung auf die Rückkehr zur Arbeit, in der Familie.

Die Unterstützungsphase dauert ein Leben lang. Sie umfasst die Umsetzung von verordneten Gesundheitsmaßnahmen sowie vorbeugende Maßnahmen: die Ernährung, die Aufrechterhaltung eines angemessenen Lebensstils, körperliche Aktivität, die Einnahme unterstützender Medikamente und die regelmäßige Überwachung durch Spezialisten. Der Patient soll die vorgeschriebenen Empfehlungen befolgen, um das Risiko wiederholter Anfälle zu verringern.

 

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