Herz-Transplantation

Was ist eine Herz-Transplantation?

Eine Herz-Transplantation ist das operative Einpflanzen eines Ersatzherzens. Für diesen chirurgischen Eingriff ist eine vollständige Verträglichkeit der Gewebe des Patienten und des Spenderorgans erforderlich. Sie ist angezeigt bei schweren Herzerkrankungen, bei denen andere Operationen unmöglich oder extrem riskant sind und die Lebenserwartung ohne Herz-Transplantation gering ist.

Wann ist eine Transplantation des Myokards erforderlich?

Dilatierte Kardiomyopathie (eine Erkrankung des Herzmuskels, beginnt normalerweise mit dem Muskel der Hauptkammer des Herzens – dem linken Ventrikel) führt am häufigsten dazu, dass eine Herz-Transplantation notwendig wird. Hierbei beginnt das Herz, größter zu werden, der Herzmuskel „dehnt“ sich und seine Kontraktionen werden schwächer.

Die zweite Indikation ist die koronare Herzkrankheit (Myokardschaden), die häufig zur Bildung eines Myokardinfarkts (Herzinfarkts) mit anschließender Narbenbildung führt. Dies wiederum führt zum Verlust der Fähigkeit des Herzens, wirksame Kontraktionen (Zusammenziehen des Herzmuskels) durchzuführen.

Passen Spender- und Empfängerherz zusammen?

Um eine Abstoßung des Spenderorgans zu verhindern, müssen einige Regeln beachtet werden. Zuallererst ist es notwendig, dass Spender und Empfänger in Bezug auf Organ- und Gewebeverträglichkeit ähnlich sind. Basierend auf den Ergebnissen des Verträglichkeitstests wird der am besten geeignete Spender und Empfänger ausgewählt. Der zweite Test identifiziert potenziell gefährliche Antikörper beim Empfänger, die das Transplantat schädigen können. Wenn viele von ihnen im Blut des Empfängers sind, ist die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßung des Spenderorgans hoch.

Aufgrund der Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf ein fremdes Organ müssen nach einer Herz-Transplantation Medikamente eingenommen werden. Diese verhindern, dass der Körper das Spenderherz abstößt.

In welchen Fällen wird die Transplantation nicht durchgeführt?

Zu den absoluten Gegenanzeigen gehören Begleiterkrankungen, die das Risiko von Komplikationen erhöhen, wie beispielsweise:

  • schwere Leber- und / oder Nierenfunktionsstörungen,
  • Autoimmunerkrankungen: HIV-Infektion; systemischer Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte; chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung), Sarkoidose (nicht infektiöse systemische entzündliche Erkrankung, die oft die Lungen betrifft, Lungenfibrose) oder systemische Amyloidose (Störungen des Proteinstoffwechsels),
  • schwere Fettleibigkeit,
  • schwere Arteriosklerose der Halsschlag-, Hirn- und peripheren Arterien (Arterienverkalkung führt zur Verengung des Lumens der Arterien).

 

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