Heilgymnastik

Was ist Heilgymnastik?

Heilgymnastik ist eine wirksame Methode zur Wiederherstellung und Stärkung der Gesundheit. Sie stellt einen wesentlichen Bestandteil von Rehabilitationsmaßnahmen dar. Dies ist ein Zweig der Medizin, der die Behandlung und Vorbeugung verschiedener Krankheiten mithilfe von Sportunterrichtsmethoden untersucht. Die Heilgymnastik:

  • aktiviert physiologische Funktionen;
  • hilft bei der Anpassung von Geweben und Organen an einen neuen Zustand;
  • regt Erholungsprozesse an;
  • normalisiert den Stoffwechsel;
  • stellt einen psychoemotionalen Zustand wieder her;
  • verhindert die weitere Entwicklung der Krankheit;
  • bildet neue Fähigkeiten und stärkt sie;
  • reduziert die nachteiligen Auswirkungen externer Faktoren usw.

In welchen Bereichen der Medizin wendet man Heilgymnastik an?

In verschiedenen Bereichen der modernen Medizin kommt häufig Heilgymnastik zum Einsatz:

  • als ein Element in der komplexen Therapie von Entwicklungsstörungen und verschiedenen Erkrankungen bei Kindern (Cerebralparese, Autismus-Spektrum-Störungen, Epilepsie, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.);
  • Traumatologie (bei verschiedenen Frakturen sowie bei Weichteilverletzungen);
  • Orthopädie;
  • Neurologie;
  • Kardiologie;
  • vor und nach der Operationsperiode;
  • Endokrinologie;
  • Gynäkologie und Geburtshilfe.

Welche Übungsarten und Methoden setzt man ein?

In der Heilgymnastik werden folgende effektive Übungen angewendet:

  • Statische Übungen entwickeln Kraft, Ausdauer, stärken die Muskeln und verhindern die Entwicklung einer Atrophie des Muskelgewebes.
  • Passive Übungen sind Übungen, die von einem Therapeuten ausgeführt werden und bei denen der Patient keine Muskelverspannungen hat. Diese Übungen sind für Parese und Lähmung angegeben. Sie zielen auf die Wiederherstellung der motorischen Aktivität ab.
  • Dehnübungen lindern Ermüdungserscheinungen bei Muskelverspannungen und deren gesteigerten Ton.
  • Atemübungen (Atemgymnastik) wirken sich positiv auf alle Gewebe, Organe und Systeme aus, normalisieren den Atemprozess, stärken die Atemmuskulatur und verhindern die Entstehung von Stauungserscheinungen.
  • Korrekturübungen wirken sich auf die Wirbelsäule und die korrekte Haltung aus, zum Beispiel Schwimmen, Spazierengehen, Laufen oder Radfahren usw.

Es gibt drei Hauptmethoden für einen Heilgymnastik-Unterricht:

  • Individuell – erforderlich nach Verletzungen und komplexen Operationen sowie in Fällen, in denen der Patient in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist.
  • In Gruppen – vorausgesetzt, die Patienten haben die gleiche Pathologie.
  • Selbstständig – wenn die Genesung zu Ende ist und der Patient bereits mit allen notwendigen Bewegungen und der Technik zu ihrer Durchführung vertraut ist und sie ohne ärztliche Hilfe ausführen kann.

Welche Kontraindikationen hat Heilgymnastik?

Die Hauptkontraindikationen für die Anwendung der Heilgymnastik sind:

  • schwerer Allgemeinzustand;
  • intensiver Schmerz;
  • das Risiko von Blutungen;
  • hohes Fieber;
  • ein starker Druckanstieg;
  • onkologische Erkrankungen:
  • psychische Störungen sowie ein schwerwiegender Zustand, der den mangelnden Kontakt zu einer Person verursacht;
  • Verschlimmerung der Krankheit oder ihres fortschreitenden Verlaufs;
  • erhöhtes Herz-Kreislaufversagen;
  • Tachykardie (mehr als 100 Schläge pro Minute);
  • Bradykardie (weniger als 50 Schläge pro Minute).

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
Neurologie
Orthopädie
Rehabilitation