Hauttypen

Jede Haut ist unterschiedlich

Hauttypen: So verschieden wie jeweils die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch die Haut. Aber es gibt eine Reihe von grundlegenden Hauttypen mit ihren jeweils speziellen Problemen und Bedürfnissen.

Der Typus der Haut hängt von vielen Dingen ab: von der Aktivität der Schweiß- und Talgdrüsen, vom Alter, von der Intensität der Durchblutung, vom Pigmentgehalt und der Behaarung.

Hauttypen: Normale Haut

Sich glücklich schätzen können all die, deren Talg- und Schweißdrüsen weder zu stark noch zu schwach arbeiten. Deren Säureschutzmantel liegt lückenlos und gut verteilt auf, die Poren sind nicht vergrößert. Dieser Hauttyp neigt kaum zu Hautunreinheiten oder zu Ekzemen. Die Haut ist gut durchblutet, fühlt sich geschmeidig an und zeigt einen matten Schimmer.

Mit den Jahren aber trocknet in der Regel die Haut aus. Der Wassergehalt der Hornschicht sinkt von 15 Prozent beim Kind auf nur noch sechs Prozent bei älteren Menschen. Das liegt an der hormonell bedingten, verminderten Hautfettproduktion. Speziell bei Frauen zwischen 40 und 50 vermindert sich die Talgproduktion durch die Wechseljahre besonders stark.

Hauttypen: Trockene Haut

Die Haut wird trockener, wenn Schweiß- und Talgproduktion nachlassen oder ohnehin zu gering sind. Sie fühlt sich spröde an und neigt zu mehr oder minder starker Schuppenbildung. Weil es am natürlichen Talg fehlt, ist der Säureschutzmantel deutlich gestört. Dadurch kann sich die Haut den vielfältigen Angriffen von außen nicht mehr richtig erwehren – die Haut wird empfindlich und sogar anfälliger gegen Allergien.

Sobald es erkannt wird, muss trockene Haut sorgfältig gepflegt und notfalls auch behandelt werden.

Hauttypen: Fettige Haut

Zumeist Jugendliche und junge Erwachsene haben fettige Haut. Erst allmählich beginnt dann die normale Entwicklung über die Jahre hin zur trockenen Haut. Hormone, die während der Pubertät in Wallung geraten, verursachen die fette Haut. Zwar zeigt sich fettige Haut zumeist recht robust gegen Angriffe und Reizungen von außen. Dafür drohen aber Akne und Unreinheiten, die den Betroffenen auch nicht viel Spaß machen.

Hauttpyen: Mischhaut

Damit aber das Leben nicht zu einfach wird, tritt häufiger noch als trockene oder fettige Haut die Mischhaut auf: Sie vereinigt die Eigenschaften der fetten Haut an Stirn, Nase und Kinn (sogenannte T-Zone), mit denen der trockenen Haut an Wangen, Haaransatz und Hals. Die Betroffenen müssen sich mit den Problemen der fettigen und der trockenen Haut gleichzeitig plagen. Um Schlimmeres zu vermeiden, müssen sie möglichst schnell ihre spezielle Hautpflege erlernen.

Checkliste für den Hauttyp

Diese kleine Checkliste soll Orientierung über den eigenen Hauttyp ermöglichen. Denn dann lassen sich die Pflegetipps, die je nach Hauttyp variieren, optimal nutzen. Das ist bei Psoriasis (Schuppenflechte) doppelt wichtig, weil die Haut mit Neigung zur Schuppenflechte falsche Pflege besonders übel nimmt.

An einem gut beleuchteten Platz schauen Sie sich selbst sorgfältig an. Lassen Sie nun Ihren Blick langsam über Stirn, Nase, Wangen, Mund und Kinn wandern. Bewerten Sie die folgenden Aussagen und addieren Sie die Punktzahlen. Lesen Sie im Anschluss die Anmerkungen bei der Gesamtpunktzahl.

Stirn:

  • leicht schuppige Veränderungen am Haaransatz, an den Augenbrauen und an der Nasenwurzel (5 Punkte)
  • die Stirn glänzt, es zeigen sich kleine hautfarbene Erhebungen, teilweise mit kleinen schwarzen Punkten (10 Punkte)
  • die Haut ist glatt, Schuppenbildung ist nicht zu finden (0 Punkte)

Nase:

  • großporige Haut, teilweise mit Pustelbildung (10 Punkte)
  • leichte oder auch stärkere Schuppenbildung an den Nasenflügeln (5 Punkte)
  • keine Auffälligkeiten der Haut (0 Punkte)
  • knollenartig verdickt, mit zahlreichen Pusteln (7 Punkte)

Wangenregionen:

  • viele rote Äderchen mit eingelagerten Hautunreinheiten (10 Punkte)
  • gereizte Haut mit leichter Schuppenbildung, Spannungsgefühl oder leichter Juckreiz (5 Punkte)
  • gleichmäßiges Hautrelief mit rosiger Farbe ohne große Poren (0 Punkte)
  • flächenhafte Rötung ohne einzelne Äderchen (2 Punkte)

Mund und Kinn:

  • Rötungen und Pusteln bei insgesamt recht fettig-öligem Glanz (10 Punkte)
  • gereizte und schuppende Herde speziell um die Lippen herum (5 Punkte)
  • Rötungen und Pustelbildungen, insbesondere am Kinn (8 Punkte)
  • keine Auffälligkeiten (0 Punkte)

Auswertung des Hauttests

Natürlich lassen sich diese Fragen oft nicht völlig eindeutig beantworten. Passt keine der vorgeschlagenen Antworten wirklich, oder können zwei Antworten gelten, liegt wohl Mischhaut vor. Dann kann tatsächlich eine teilweise Schuppenbildung mit öligem Glanz oder Pustelbildung einhergehen. Dieser Hauttyp sollte ebenso sorgfältig behandelt und gepflegt werden wie die trockene Haut.

30 – 40 Punkte:

Sie haben eine eindeutig fettige Haut. Sie kämpfen vermutlich mit Akne und Hautunreinheiten.

15 – 29 Punkte:

Ihre Haut ist trocken und neigt zu Allergien und Reizungen. Sie benötigt sorgfältige Pflege, die sowohl gegen die Trockenheit hilft als auch vor Allergien und Irritationen schützt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich eine eventuell bestehende Psoriasis intensiviert.

0 – 14 Punkte:

Wie schön, Sie sind mit normaler Haut gesegnet und gehören damit zu einer kleinen Gruppe. Doch auch wenn Sie keine besondere Last mit der Haut haben, sollten Sie die Pflege nicht vernachlässigen. Denn mit Gewalt lässt sich auch robuste Haut schädigen.

 

Autor

Dr. med. Johannes Müller

 

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