Hautkrebs: Hautkrebsscreening

Was versteht man unter dem Begriff „Hautkrebsscreening“?

Hautkrebsscreening ist die Suche nach einem malignen Neoplasma bei einer Person, die keine Krankheitssymptome aufweist. Das Screening dient der aktiven Früherkennung von asymptomatischem Krebs und seiner Behandlung. Hautkrebs ist der Oberbegriff für bösartige Tumoren, die aus verschiedenen Hautzellen gebildet werden. Viele Krebsarten können vollständig geheilt werden.

Das Auftreten von Beschwerden bei einem Patienten kann auf ein Wachstum und eine Ausbreitung eines malignen Neoplasmas und folglich auf eine Verschlechterung der Prognose für den Patienten hindeuten. Screenings können die Krebssterblichkeit senken.

Welche Methoden des Hautkrebsscreenings unterscheidet man?

  • Ärztliche Untersuchung (Befragung) und Kontrolle: Die Hauptmethode für das Screening von bösartigen Tumoren der Haut ist die Untersuchung der gesamten Haut und der sichtbaren Schleimhäute eines Patienten durch einen Hautarzt (Dermatologe). Wenn Grund zur Besorgnis besteht, verordnet der Arzt zusätzliche diagnostische Methoden.
  • Labormethoden: Für eine genauere Diagnose verwenden Onkologen und Dermatologen daher ein Dermatoskop – ein Gerät, mit dem die Struktur eines Neoplasmas im Detail bei polarisiertem Licht erkannt werden kann. Zur endgültigen Bestätigung der Art des Tumors wird eine Biopsie durchgeführt, bei der der Arzt mit einer Nadel, einer Zange oder einem Skalpell einen kleinen Teil des Gewebes beim Patienten aus dem betroffenen Bereich entnimmt, um es im Labor unter einem Mikroskop zu untersuchen.
  • Instrumentelle Methoden: Ultraschall und Tomographie sind notwendig, um die Größe des Tumors abzuschätzen und mögliche Metastasen zu identifizieren. Die zuverlässigste diagnostische Untersuchung auf Hautkrebs ist die Positronen-Emissions-Tomographie: Ein humanes Radiopharmakon wird in den menschlichen Körper eingebracht, der sich in den Tumorzellen ansammelt und es dem Arzt während des Scans ermöglicht, von Krebs betroffene Körperbereiche zu erkennen. Sie werden im Tomogramm als leuchtende Punkte angezeigt.

Welche Ziele hat das Hautkrebsscreening?

Ein idealer Test sollte:

  • einen Tumor aufzeigen, bevor Symptome auftreten;
  • Krebserkrankungen erkennen, die auf eine frühzeitige Diagnose gut ansprechen;
  • keine falsch positiven und falsch negativen Ergebnisse liefern;
  • die Krebssterblichkeit reduzieren.

Bei Personen mit hohem Hautkrebsrisiko wird häufig ein regelmäßiges Hautscreening empfohlen. Obwohl eine solche Selbstuntersuchung die Mortalität durch bösartige Neubildungen der Haut nicht verringert und manchmal zu Überdiagnosen, Veränderungen der Form und Farbe der Muttermale führt, ist das Auftreten neuer oder Geschwüre auf der Haut ein Anlass, einen Arzt aufzusuchen.

 

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