Haut: raue Hände

Wodurch entstehen raue Hände?

Sanfte Musik und harmonische Bilder zeigen jeden Abend im Fernsehen, wie gut dieses und jenes Spülmittel den Händen tut. Bei aller Freiheit der Werbung ist es natürlich barer Unsinn: Spülmittel hat die Aufgabe, Fett zu lösen; schließlich sollen Teller und Tassen sauber werden. Das Problem dabei: Den Fettlösern ist egal, woher das Fett stammt; sie ziehen es erbarmungslos auch aus der Haut. Die Folge sind in der Regel: raue Hände!

Doch die systematische Entfettung lauert nicht nur beim Abwasch: Reinigungsmittel und scharfe Stoffe, Seifen, Öle, Schmutz und Reinigungspasten, mit denen man beispielsweise im Beruf zu tun hat, setzen der Haut ebenso zu.

Schützen ist besser als Eincremen

Nichts hilft der Haut so sehr wie ihr eigenes natürliches Fett und ihr eigener Säureschutzmantel. Der beste Rat für schöne Hände heißt deshalb: Lasst der Haut ihr Fett. Ein paar Gummihandschuhe zum Abwaschen, Lederhandschuhe bei der Gartenarbeit – und die Hände bleiben glatt. Stehen filigrane Arbeiten bevor, bei denen Handschuhe stören, hilft der flüssige Handschuh: Diese Spezialcreme bildet auf der Haut einen wasserfesten und wasserabweisenden Film. Die Haut behält so ihre natürliche Feuchtigkeit, und aggressive Substanzen dringen nicht ein.

Butter säubert sanft und verhindert raue Hände

Und wenn es doch passiert ist? Sanfter als grobe Reinigungspasten arbeiten normale Butter, Margarine oder Speiseöl, die – sorgfältig verrieben – sogar Farb- und Ölreste von den Händen lösen.

Wenn die Hände außerdem nach jeder Arbeit mit Wasser, Lösungen, Laugen, Seife oder Reinigungsmitteln obendrein ihr Fett abbekommen, in Form von Creme, sind raue Hände kein Thema mehr.

 

Autor:

Dr. med. Johannes Müller-Steinmann

 

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