Hausstauballergie

Was ist eine Hausstauballergie?

Ein Heuschnupfen ärgert die Betroffenen meist nur einige Wochen pro Jahr, wenn die jeweiligen Pollenarten fliegen. Löst dagegen der Kot der normalen Hausstaubmilben die allergischen Reaktionen aus, läuft während des ganzen Jahres die Nase. Die grundlegenden Mechanismen hinter einer sogenannten Hausstauballergie sind identisch, nur sind nicht fliegende Pflanzenpollen, sondern Bestandteile des ganz normalen Hausstaubes verantwortlich.

Wie ist der Verlauf einer Hausstauballergie?

Die Hausstauballergie zeigt sich in vielen Fällen erstmals im zweiten und dritten Lebensjahr, nimmt bis zum zehnten Lebensjahr zu, um anschließend oft wieder abzuflauen. Hausstaubmilbenallergiker haben ihre Beschwerden während des ganzen Jahres, besonders intensiv aber im Winter. Denn in trockener Heizungsluft fliegt der Staub besonders gut umher.

Wo befindet sich Hausstaub?

Hausstaub findet sich unter anderem in allen Polstermöbeln, Matratzen, Wolldecken und Kissen. In und von diesem Staub leben winzige, mit bloßem Auge nicht erkennbare Milben. Sie ernähren sich unter anderem von menschlichen Hautschuppen, die der Mensch des Nachts im Bett abreibt und verliert. Die Milben fressen diese Überbleibsel samt den darauf schon gewachsenen Mikroorganismen.

Die Überreste ihres Stoffwechsels scheiden die Milben wieder aus, die Allergene sind entstanden. Durch die Luftzirkulation und besonders durch das Bettenmachen wirbeln sie in der Raumluft umher und gelangen natürlich über die Atemluft auch in die Atemwege der Allergiker.

 

Autor:

Dr. med. Johannes Müller

 

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