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Harnwegsinfektionen bei Kindern

Leiden auch Kinder an Harnwegsinfektionen?

Harnwegsinfektionen bei Kindern sind definiert durch das Vorhandensein von mindestens 100.000 Bakterien pro Milliliter Urin. Diese Art von Infektion ist relativ häufig (2-5%) und bei Mädchen viermal so häufig wie bei Jungen. Mediziner unterscheiden zwischen:

  • Blasenentzündung oder Infektionen der unteren Harnblase;
  • Infektionen der oberen Harnwege des Nierenparenchyms.

Einige Symptome, wie z. B. Brennen beim Wasserlassen, deuten auf die Erkrankung hin. Im Folgenden finden Sie zusammengestellte Informationen zur Diagnose, Behandlung und Prävention von Harnwegsinfektionen.

Harnwegsinfektionen bei Kindern: Schnelle Hilfe ist wichtig

Treten Symptome auf, muss ein Arzt die Infektion schnell behandeln, damit sie nicht die Nieren erreicht und Spätfolgen hinterlässt.

Symptome von Harnwegsinfektionen bei Kindern

Eine Harnwegsinfektion kann vollständig latent vorhanden sein und es gibt keine Anzeichen einer Nierenerkrankung. In anderen Fällen ist es die zufällige Entdeckung von trübem Urin, die den Weg zu einer Harnwegsinfektion weist. Allerdings ist nicht jeder trübe Urin ein Anzeichen für eine Infektion und nicht jeder infizierte Urin ist notwendigerweise trübe … Analysen können den Gehalt an Albumin im Urin (Proteinurie) messen und so eine Infektion aufdecken.

Weitere mögliche Symptome für Harnwegsinfektionen bei Kindern:

  • eine sekundäre Enuresis: Ein Kind, das vorher nachts sauber war, beginnt wieder mit dem Bettnässen;
  • rot gefärbter Urin (Vorhandensein von Blut oder Hämaturie);
  • brennendes Gefühl beim Wasserlassen;
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Dysurie);
  • Ein dringender und häufiger Harndrang.

Infektionszeichen bei Säuglingen treten oft isoliert auf:

  • Fieber (ohne weitere Anzeichen) mit oder ohne Krämpfe;
  • Manchmal: Fieberschübe, Schüttelfrost, Schock mit Zyanose (Blauverfärbung der Schleim-/Haut), Tachykardie (Herzrhythmusstörungen), Blutdruckabfall;
  • Bewusstseinsstörungen, die auf Meningitis hindeuten;
  • Verdauungsstörungen: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, die auf eine Blinddarmentzündung hindeuten können, Appetitlosigkeit (Anorexie);
  • eine Stagnation der Gewichtskurve.

Wie diagnostiziert der Kinderarzt eine Harnwegsinfektion?

Die Diagnose beruht auf einer zytobakteriologischen Untersuchung des Urins mit einer Keimzahlbestimmung. Dies muss vor jeder Antibiotikabehandlung durchgeführt werden, die die Ergebnisse verfälschen könnte.

Jede Harnwegsinfektion, unabhängig von Alter und Geschlecht des Kindes, sollte zu einem Nierenultraschall führen.

Die Nierenfunktion wird anhand des Kreatininspiegels im Blut, der Kreatinin-Clearance und von Konzentrationstests beurteilt. Nur bei einer Infektion der oberen Harnwege besteht die Gefahr einer Nierenschädigung.

Praktische Ratschläge zur Vermeidung von Harnwegsinfektionen bei Kindern

Um das Risiko einer Blasenentzündung zu verringern, üben Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Alltagsroutinen ein:

  • Trinken Sie und Ihr Kind viel Wasser, der Urin wird weniger konzentriert sein, was das Infektionsrisiko verringert.
  • Urinieren Sie häufig, motieren Sie Ihr Kind, die Blasé gut zu leeren. Es sollte nichts zurückhalten.
  • Wischen Sie das Gesäß nach dem großen Geschäft nach hinten ab (also weg von der Scheide, um eine Kontamination durch Bakterien aus dem After zu vermeiden).
  • Unterwäsche aus Baumwolle fördert die Transpiration und wirkt damit der Vermehrung von Mikroben entgegen.
  • Bekämpfen Sie ggf. Verstopfung, denn die Stagnation des Stuhls im Enddarm begünstigt die bakterielle Vermehrung.

 

Bildnachweis: Max Vakhtbovych | Pexels

 

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