Harnwegs-Operationen

Was sind Harnwegs-Operationen?

Harnwegs-Operationen sind operative Eingriffe an den harnleitenden Wegen (z. B. an Harnleiter und Harnröhre). Eine Störung der normalen Durchgängigkeit von Harnröhre und Harnleiter führt zu chronischen Harnwegs-Erkrankungen, Blasen- und später zu Nierenstörungen. Diese bedürfen unter Umständen einer chirurgischen Behandlung.

Wann wird eine Operation an der Harnröhre durchgeführt?

Die Harnröhrenoperation ist indiziert bei Missbildungen sowie bei posttraumatischen und postinfektiösen (postoperativen) Strikturen (Verengungen) mit dem Ziel, die Funktionalität der Harnröhre wiederherzustellen.

Die plastische Harnröhrenchirurgie zählt zu den rekonstruktiven Operationen an der Harnröhre, die auf die Wiederherstellung ihrer anatomischen Struktur, Durchgängigkeit und funktionellen Eigenschaften abzielen. Die chirurgische Technik wird individuell ausgewählt, abhängig von der Schwere und dem Ausmaß der Verengung der Harnröhre, vorhandenen Komplikationen und den damit verbundenen Krankheiten.

Arten einer Harnröhren-OP

Chirurgische Eingriffe zur Behebung einer Harnröhrenstriktur werden in drei Haupttypen unterteilt:

  • Laser-Urethrotomie ist eine Präparation einer verengten Stelle mit einem endoskopischen Laser. Es wird für Verengungen bis zu 1 cm verwendet.
  • Urethroplastik bedeutet die Entfernung beschädigter Fragmente des Harntrakts und Wiederherstellung seiner Integrität während der Bildung einer Anastomose (Verbindung zwischen Blutgefäßen). Es wird in der Regel bei Problemen mit den hinteren Abschnitten des Harnröhrenkanals (Prostata) mit einem geringen Ausmaß an Strikturen von nicht mehr als 2 cm Länge durchgeführt.
  • Harnröhrenersatz: Herausgeschnittenes Gewebe ersetzt der Spezialist durch ein Transplantat. Dieses hat er zuvor als Fragment der Mundschleimhaut oder als Hautstück des Penis des Patienten gewonnen.

Harnwegs-Operationen: Eingriff am Harnleiter

Chirurgische Eingriffe zielen darauf ab, die normale Durchgängigkeit in einem pathologisch veränderten Bereich des Harnleiters wiederherzustellen. Es gibt verschiedene Optionen für Operationen:

  • Endoskopische Operation: Der Eingriff erfolgt durch eine Mikropunktion im Nierenbereich mit speziellen Instrumenten, die mit einer Miniaturvideokamera ausgestattet sind, deren vergrößertes Bild auf ein Monitor übertragen wird.
  • Laparoskopische Operationen führt der Chirurg durch mehrere Mini-Punktionen in der Bauchhöhle durch. Der gestörte Teil des Harnleiters wird herausgeschnitten, ein Stent wird in das Lumen eingeführt.
  • Offene rekonstruktive Operationen werden bei einem komplizierten Krankheitsverlauf und umfangreichen Strikturen durchgeführt. Sie sind notwendig, wenn der beschädigte Teil des Harnleiters durch ein Transplantat ersetzt werden muss. Dieses wird aus einem Teil der Blase oder Gewebe von der Darmwand gebildet.

 

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