Harnröhrenentzündung

Was ist eine Harnröhrenentzündung?

Eine Harnröhrenentzündung (Urethritis) ist eine akute oder chronische Entzündung der Harnröhre. Sie ensteht meistens durch Krankheitserreger (Gonokokken, Kolibakterien, Staphylokokken, Mykoplasmen, Chlamydien). Diese Mikroorganismen sind während einer Blasenentzündung von außen oder von der Blase her in der Harnröhre lokalisiert.

Formen der Harnröhrenentzündung

Klinische Formen lassen sich nach dem Erreger klassifizieren. Eine blenorrhagische oder gonorrhokale Harnröhrenentzündung wird durch Neisseria gonorrhoeae hervorgerufen. Sie äußert sich durch Juckreiz, Schmerzen, Brennen beim Ablassen des Urins, Vorhandensein von Blut und Eiter im Urin.

Nach etwa einem Monat kann sich die Infektion auf die hintere Harnröhre und die Blase ausbreiten, eine Urethrozystitis verursachen und chronisch Ausmaße annehmen.

Welche Komplikationen können bei einer Urethritis auftreten?

Es gibt spezifische Komplikationen der Krankheit für Männer und Frauen. Bei Männern ist es die Infektion der Prostata, Nebenhoden und Hoden. Bei Frauen gibt es Infektionen der Vulva, der Vagina, des Gebärmutterhalses, der Gebärmutter, des Eierstocks und des Afters. Herpetische Urethritis, die vom Herpesvirus herrührt, geht gewöhnlich mit Herpes genitalis einher.

Die traumatische Urethritis ist auf ein lokales Trauma zurückzuführen und manifestiert sich mit Schmerzen und Blut. Sie kann durch eine Infektion mit lokalen Mikroorganismen kompliziert werden und hinterlässt häufig retraktive Narben mit Verschluss des Harnröhrenkanals. Die aseptische Urethritis ist durch die Abwesenheit von Krankheitserregern und Schleimsekretion gekennzeichnet.

 

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