Harnblasenerkrankungen

Was sind Harnblasenerkrankungen?

Harnblasenerkrankungen umfassen eine große Anzahl von Formen von Erkrankungen der Blase. Sie können jedoch in mehrere Hauptgruppen eingeteilt werden:

  • entzündliche Erkrankungen,
  • Tumorprozesse,
  • Entwicklungsstörungen,
  • Stoffwechsel- und neurologische Störungen.

Die Harnblase ist ein Organ, das für die Ansammlung und regelmäßige Entfernung von Urin aus dem Körper verantwortlich ist. Sie kann anfällig für Krankheiten verschiedener Art und Schwere sein.

Welche Erkrankungen der Harnblase gibt es?

Die häufigste Harnblasenerkrankung ist die Blasenentzündung, eine Entzündung der Organwände, die durch eine Infektion ausgelöst werden kann. Hauptsächlich leiden Frauen an der Blasenentzündung.

Das zweithäufigste Problem sind Harnblasensteine, die aufgrund von Entzündungsprozessen im Harntrakt, Stoffwechselstörungen oder einer ungünstigen Ernährung auftreten können. Steine können die Harnröhre blockieren, das Ablassen von Urin erschweren oder unmöglich machen.

Eine überaktive Harnblase ist eine eigenständige Krankheit, die darin besteht, dass sich die Wände der Blase einen plötzlichen und starken Harndrang hervorrufen. Die Ursache der Krankheit kann eine Schädigung des Gehirns oder des Rückenmarks, Erkrankungen des Urogenitalsystems oder die Entwicklung von Neoplasmen sein.

Leukoplakie wird als Verhornung der Harnblasenwände bezeichnet, wodurch deren Plastizität verringert wird. Es kann sich unter dem Einfluss chemischer oder mechanischer Faktoren entwickeln.

Atonie ist eine Schwächung der Blasenwände, die aufgrund von Rückenmarksverletzungen auftritt. Infolge dieser Krankheit besteht kein Harndrang und die Blase befindet sich ständig in einem überfüllten Zustand.

Zusätzlich können sich Papillome, Polypen und Adenome an den Wänden der Blase entwickeln. Meistens sind Neoplasien gutartig, aber auch bösartige Tumoren sind nicht ausgeschlossen.

Welche Symptome treten bei Harnblasenerkrankungen auf?

Patienten können über folgende Probleme klagen:

  • Schmerzen im Unterbauch;
  • häufiges Wasserlassen;
  • ein Gefühl der Fülle der Blase nach dem Wasserlassen;
  • schwieriges und schmerzhaftes Wasserlassen;
  • intermittierender und schwacher Urinstrom;
  • Blut im Urin;
  • Harnverhaltung mit einer ständig gefüllten Blase;
  • Harninkontinenz.

Wie wird die Diagnose einer pathogenen Harnblase durchgeführt?

Die Diagnose umfasst die Untersuchung durch einen Urologen und die Ernennung zusätzlicher Untersuchungen: Ultraschalluntersuchung der Uro-Genitalorgane (Blase, Niere, für Männer – Prostata), Blasenspiegelung (Zytoskopie) und andere Laboruntersuchungen.

Bei Bedarf wird eine endoskopische Untersuchung der Blase durchgeführt, bei der der Arzt den Zustand der Wände untersuchen kann. In einigen Fällen kann eine Röntgendiagnostik angezeigt sein. Die Labordiagnose kann Folgendes umfassen:

  • allgemeine Blutuntersuchung;
  • allgemeine Urinanalyse;
  • bakteriologische Untersuchung des Urins.

Wie erfolgt die Behandlung von Harnblasenerkrankungen?

Die Behandlung kann konservativ (in den meisten Fällen in den frühen Stadien der Krankheit) oder chirurgisch erfolgen. Die Operation wird entweder mit konventionellem oder laparoskopischem oder endoskopischem (durch kleine Einschnitte) Zugang durchgeführt.

Die medikamentöse Behandlung hängt davon ab, an welcher Krankheit der Patient leidet. Der Behandlungskurs kann antibakterielle Medikamente, Diuretika, entzündungshemmende Medikamente, krampflösende Mittel, Beruhigungsmittel und Antidepressiva umfassen. Bei den meisten Erkrankungen der Blase wird eine Diät verschrieben, um die Wände der Blase vor Reizungen zu schützen. Tee und Kaffee sind von der Ernährung auszuschließen.

 

 

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