Hanf, Pflanze, Tropfen

Hanf

Nicht verwechseln: Nutzpflanze und Drogenkraut

Lange Zeit hat man sich hierzulande kaum mit Hanf beschäftigt und deswegen herrscht in der gegenwärtigen Diskussion bisweilen eine Begriffsverwirrung. Oft werden die einzelnen Hanfsorten und ihre Nutzungsweise verwechselt.

Während man früher vermutete, es gebe drei unterschiedliche Arten, weiß man heute, daß es nur eine Hanfpflanze gibt (wissenschaftlicher Name: Cannabis bzw. Cannabis sativa L.). Der allerdings tritt in drei Sorten auf: Faserhanf, Samenhanf und Drogenhanf.

Hanf: Seine Sorten und Nutzung im Überblick

Faserhanf Fasergewinnung zur Produktion von Textilien, Seilen, Papier. Die Abfälle dieser Produktion lassen sich u.a. als Isolationsmaterial nutzen
Samenhanf Samengewinnung zur Produktion von Lebensmittelöl und technischen Ölen
Drogenhanf Harz zur Herstellung von Haschisch, Blüten und Blätter zur Herstellung von Marihuana

Haschisch und Marihuana nur aus Drogenhanf

Haschisch und Marihuana lassen sich lediglich aus Drogenhanf gewinnen. Die anderen Hanfsorten enthalten zu wenig des Rausch-Stoffes Tetrahydrocannabinol. Haschisch wird aus dem Harz des Drogenhanfs gewonnen, Marihuana aus den Blättern und Blüten. Da das Harz mehr THC enthält, wirkt die Droge Haschisch intensiver als Marihuana.

Wo Hanf draufsteht, ist nicht immer welcher drin

Nicht alle Worte mit „-hanf” beschreiben tatsächlich Hanfprodukte: Während die Pflanze verboten war, verwendete man das Wort oft auch für Ersatzstoffe. Manilahanf, Sisalhanf oder Chinahanf haben mit Hanf nichts zu tun, sondern bestehen aus Fasern von Bananen-, Agaven- oder Malvengewächsen.

 

Bildnachweis: CBD-Infos-com | pixabay

 

Autoren

Rasso Knoller und Dr. med. Bernd Mai

 

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