Hanf und Asthma

Hanf erweitert die Bronchien

Das in Hanf enthaltene Tetrahydrocannabinol (THC) kann in der Behandlung von Asthma helfen. Es erweitert die Bronchien und könnte deswegen auch in der Asthmatherapie zum Einsatz kommen. Anders als beim Einsatz als Antibrechmittel in der Krebs- und Aids-Therapie ist in diesem Fall jedoch das Rauchen von Hanf nicht die richtige Darreichungsform. Die Atemwege würden zusätzlich irritiert.

Der folgende Tipp von Jack Herer in seinem Buch „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf” kann daher allenfalls für hartgesottene asthmatische Kiffer gelten: „Es ist bekannt, dass ein guter Zug Marihuana einen typischen Asthmaanfall stoppen kann”.

Was passiert bei einem Asthmaanfall?

Bei einem Asthmaanfall verengen sich krampfartig die Bronchiolen, die feinen Verästelungen der Luftröhre in der Lunge. Die Atemnot bei einem Asthmaanfall quält die Betroffenen bisweilen unerträglich.

Hanf: Besser nicht rauchen bei Asthma

Anstelle des Rauchens von Hanf wären für an Asthma erkrankte Personen THC-haltige Tabletten oder Sprays besser geeinget. Indes: Die Zulassung von Hanf würde das Los der Asthmatiker nicht verbessern; denn es sind bereits einige nebenwirkungsarme Medikamente verfügbar, die ohne die verbotene Substanz des Hanfs auskommen.

 

Autoren
Rasso Knoller und Dr. med. Bernd Mai

 

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