Halsschlagaderchirurgie

Was bedeutet Halsschlagaderchirurgie?

Halsschlagaderchirurgie umfasst Operationen an der Halsschlagader (Arteria carotis), z. B. bei einer Verengung. Halsschlagadern sind große Gefäße, die das Gehirn versorgen. Sie beginnen am Aortenbogen. Um die Mitte des Halses sind sie in äußere und innere unterteilt. Äußere Halsschlagadern versorgen alle Weichteile des Kopfes mit Blut. Die inneren Halsschlagadern versorgen das Gehirn mit Blut.

In welchen Fällen setzen Ärzte auf eine Halsschlagaderchirurgie?

Indikationen für eine Operation sind:

  • arterielle Stenose (Verengung) von 40 bis 70 %;
  • Arterienstenose von 70 % und mehr.

Eine Carotis-Endarteriektomie (OP zur Freilegung einer verengten Halsschlagader) ist auch bei Patienten mit arteriosklerotischen, Embolie-gefährdenden Plaques in den Halsschlagadern angezeigt.

Bei der Atherosklerose, einem systemischen Prozess, der alle Arterien betrifft, wird eine Verengung der Halsschlagadern beobachtet. Die Hauptmanifestation von Atherosklerose ist das Auftreten von atherosklerotischen Plaques an der Innenwand der Arterie. Diese Plaques bestehen aus Cholesterin, Kalzium und Fasergewebe. Das Volumen nimmt allmählich zu, Plaques verengen das Lumen der Arterien und stören den normalen Blutfluss.

Atherosklerose kann zu einem ischämischen Schlaganfall führen. Außerdem kann sich eine Thromboembolie entwickeln. Dieser Zustand tritt auf, wenn sich ein kleines Blutgerinnsel von einer arteriosklerotischen Plaque löst, der die Arterien des Gehirns verstopft.

Durchführung einer Operation an den Halsschlagadern

Die wirksamste und radikalste Methode, um die Entwicklung dieser schweren Krankheit zu verhindern, ist die Carotis-Endarteriektomie. Die Operation führt der Arzt unter örtlicher Betäubung durch, da der Patient dem Arzt bei Bewusstsein hilft, den Zustand des Blutflusses im Halsschlagaderbecken des Gehirns richtig einzuschätzen.

Der Chirurg macht einen Schnitt entlang des Halses. Er klemmt die Halsschlagader auf stumpfe Weise ab, um den Blutfluss darin zu stoppen. Die Blutversorgung des Gehirns erfolgt zu diesem Zeitpunkt über die gegenüberliegende Arterie.

Das nächste Stadium ist die Öffnung des Lumens der Arterie über der Verengungsstelle. Ein Instrument wird in das Lumen der Halsschlagader eingeführt, wodurch der Arzt seine Wände abkratzt und die Plaques auf ihnen entfernt. Dann näht der Chirurg die Arterienwand, entfernt die Klemme von ihr, wodurch die Durchblutung in den Arterien des Gehirns wiederherstellt werden kann, und vernäht die Wunde.

Die Operationsdauer beträgt höchstens zwei Stunden. Bei einer schweren Stenose der Arterie bringt der Chirurg an der Stelle der Verengung ein spezielles „Pflaster“ an. Dieses schnitt er zuvor aus der Vene des Patienten heraus. In der Folge vergrößert sich das Lumen der Halsschlagader.

Was ist Stenting der Halsschlagader?

Die Stent-Implantation der Halsschlagader ist ein Verfahren, bei dem der Chirurg eine dünne Drahtstruktur in Form eines Zylinders im Lumen des verengten Gefäßes befestigt. Es stützt die Gefäßwand wie eine Art „Rahmen“ und heißt medizinisch „Stent“. Ein Stent wird normalerweise in eine vorgedehnte Arterie eingeführt. Derzeit ist eine Carotis-Stenting-Operation für Patienten mit hohem Risiko für Komplikationen aufgrund einer Endarteriektomie angezeigt.

 

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