Häufige Allergene

Was sind die häufigsten Allergene?

Die Ursachen von Erkrankungen wie Heuschnupfen, Bindehautentzündungen und Asthma sind bei jedem Menschen individuell zu suchen. Welche Stoffe und welche Mischungen eine Reaktion hervorrufen, ist individuell unterschiedlich. Diese individuellen Allergie-Auslöser sind die Allergene. Von ihnen gibt es unendlich viele in den unterschiedlichsten Formen.

Wie gelangen Allergene in den Körper?

Das können Eiweiße sein, die mit der Nahrung aufgenommen werden, andere können mit der Atemluft in Nase und Bronchien gelangen. Über die Atemluft gelangen vor allem Blütenpollen, Hausstaub und Tierhaare in unseren Körper. Wiederum andere Allergene gelangen durch direkten Hautkontakt in den Körper. Bei dem einen ist das die nickelhaltige Niete an der Jeans, bei anderen die Chemikalie in neuer Kleidung, oder ein Lösungsmittel in einer Creme oder Kosmetika. Die Hautallergene lösen direkt an der Stelle, wo sie die Haut berühren, eine Reaktion aus.

Blütenpollen und Heuschnupfen

Dem Heuschnupfen liegen natürlich Allergene in der Atemluft zugrunde. Vorne auf der Liste stehen die Blütenpollen: Die meisten Pflanzenarten wie Gräser, Getreide und Bäume, vermehren sich mittels Pollen. Ihr Ziel ist es, viele Nachkommen möglichst weit in der Umgebung zu verteilen. Die Technik dafür: Extrem viele leichte und feine Pollen produzieren, sodass der Wind sie über weite Strecken durch die Luft weht.

Zur Blütezeit streuen sie deshalb riesige Mengen dieser staubfeinen Samen in die Luft. Bei einem Allergiker können bereits um die 20 Pollen pro Kubikmeter Luft Heuschnupfen auslösen. Eine einzige Roggenähre produziert mehr als vier Millionen Pollen – kaum vorstellbar, wie viele von einem ganzen Feld herüberwehen können. Auch über große Entfernungen finden sich dann allemal genügend Pollen, um einem Allergiker das Leben schwer zu machen. Niesattacken, kräftiger Nasenfluss und bisweilen Kopfschmerzen und Atemnot muss er oder sie dann erleiden.

Verschiedene Allergene, verschiedene Wirkungen

Doch nicht auf Pollen schlechthin reagiert ein normaler Allergiker, sondern jeweils auf die fliegenden Samen einer oder mehrerer Pflanzengattungen. Wen zum Beispiel die Birkenpollen völlig kaltlassen, den setzen vielleicht Roggenpollen schachmatt. Und das eigentlich völlig unnötig, denn die Allergie stellt schließlich eine falsche, übermäßige Reaktion des Immunsystems dar. Die Pollen richten im Körper ja keinen Schaden an und vermehren sich auch nicht. Doch das fehlgeleitete Immunsystem schlägt dennoch im großen Stil Alarm, sobald es mit den im individuellen Fall allergisch wirkenden Pollen in Kontakt gerät.

Saison ist nahezu das ganze Jahr: Bereits im Februar sondern Erlen und Haselnuss-Sträucher ihre Pollen ab. Verschiedene Gräserarten blühen zwischen April und September, die Getreidesorten streuen ihre Samen im Juni und Juli in den Wind.

 

Autor:

Dr. med. Johannes Müller

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Allergologie
Allergien
Innere Medizin
Innere und Allgemeinmedizin