Hämoglobinurie

Was ist Hämoglobinurie?

Hämoglobinurie ist eine pathologische Erkrankung, die durch das Auftreten von Hämoglobin im Urin gekennzeichnet ist. Die Hauptformen sind: paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie, Marschhämoglobinurie und paroxysmale Kältehämoglobinurie. Das Ändern der Farbe des Urins ist das Hauptkennzeichen der Krankheit. Der Urin kann braun, dunkelrot oder fast schwarz sein.

Was sind Ursachen der Hämoglobinurie?

Die Entwicklung verschiedener Formen der Pathologie basiert auf ihren charakteristischen Faktoren. Beispielsweise ist die Entwicklung einer paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie auf das Vorhandensein eines Defekts in den Erythrozytenmembranen zurückzuführen. Dadurch ist die Membran anfällig und lässt sich unter bestimmten Bedingungen leicht zerstören.

Eine Marschhämoglobinurie tritt in der Regel bei körperlich gesunden Personen auf, häufig bei Sportlern. Nach Beendigung der Belastung normalisiert sich der Gesundheitszustand, der Urin hellt sich auf.

Paroxysmale Kältehämoglobinurie ist eine der seltensten Formen, die durch einen paroxysmalen Verlauf gekennzeichnet ist. Anfälle von kalter Hämoglobinurie werden am häufigsten durch Unterkühlung verursacht sowie durch Infektionskrankheiten (z. B. Masern, Malaria, Grippe, Syphilis).

Mit welchen Symptomen geht die Ausscheidung von Blutfarbstoffen im Urin einher?

Anfälle einer paroxysmalen nächtlichen Form gehen mit Fieber, Schläfrigkeit, Schmerzen in den Gelenken, im unteren Rücken, im Bauch und hinter dem Brustbein einher. Einige Patienten haben dunklen Urin.

Bei der Marschhämoglobinurie werden allgemeine Schwäche und Verdunkelung des Urins beobachtet.

Anfälle von paroxysmaler Kältehämoglobinurie gehen mit Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, gelblicher Sklera und Haut sowie Verfärbungen des Urins einher.

Worin besteht die Therapie der Hämoglobinausscheidung?

Die Behandlungsmöglichkeiten legt der Arzt je nach Form der Krankheit fest. Die paroxysmale nächtliche Form und Marschhämoglobinurie lassen sich normalerweise ohne besondere Intervention beseitigen. Bei der Entwicklung einer chronischen autoimmunen paroxysmalen Kältehämoglobinurie werden Glukokortikosteroide und Immunsuppressiva eingesetzt. Die Behandlung der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie ist normalerweise symptomatisch: Eisenpräparate und Antikoagulanzien nimmt der Patient. Ist keine andere Behandlungsmethode wirksam, steht die Option bei paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie ist das Problem der Knochenmarktransplantation gelöst.

 

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