Haare

Wie schnell wachsen Haare?

Auf jedem Quadratzentimeter Haut befinden sich im Durchschnitt 5 Haare. Das Wachstum der Haare verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Schüben: Die aktive Phase einer Haarwurzel (Anagenphase) dauert zwei bis sechs Jahre. Bei sechs Jahren Lebensdauer des Haars und täglichem Wachstum von 0,2 Millimetern lassen sich gut 40 Zentimeter Länge erreichen. Auch dies ist ein statistischer Mittelwert, von dem Einzelfälle deutlich abweichen können. Nach etwa zwei Wochen Übergangszeit (Katagenphase) begeben sich Haar und Wurzel rund ein Vierteljahr zur Ruhe (Telogenphase). Dann wird einem neuen Haar Platz gemacht.

Talg und Schweiß gehören dazu

In den Haarkanal münden die Talgdrüsen. Sie produzieren etwa zwei Gramm flüssigen Talg am Tag. Dieser Talg ist der wichtigste Bestandteil des Fettfilms und des Schutzmantels auf der Hautoberfläche. Menschen mit Neigung zu Psoriasis (Schuppenflechte) leiden oft an trockener, empfindlicher Haut, weil ihre Haut nicht ausreichend Talg bildet.

Ebenfalls an die Hautoberfläche bringen die Schweißdrüsen ihr Sekret. Von der Drüse in der Lederhaut führt dazu ein geschlängelter Kanal bis nach außen. Der dort austretende Schweiß besteht zu 99 % aus Wasser, zu 0,7 % aus Kochsalz und 0,3 % aus verschiedenen Säuren. Bakterien, die ordnungsgemäß auf der Haut leben, verändern den Schweiß, so dass er chemisch sauer reagiert (pH-Wert zwischen 4 und 6,8). Auf diese Weise ist die Haut permanent von leichter Säure bedeckt, eine der wichtigen Schutzfunktionen.

 

Autor

Dr. med. Johannes Müller

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Haut- und Geschlechtskrankheiten
Schweißbildung, übermäßige (Hyperhidrose)