Haaranalyse (Trichologie)

Was ist eine Haaranalyse?

Die Haaranalyse kommt in der kosmetischen Hautheilkunde zum Einsatz, um die Gesundheit von Haaren zu beurteilen, z. B. zum Ergründen von Alopezie (Haarausfall). Die Trichologie oder die Wissenschaft der Haare untersucht und löst die Probleme des Haarwachstums und der pathologischen Veränderungen der Kopfhaut.

Die Haaranalyse ist ein Labortest, der das Vorhandensein von Spurenelementen im Haar bewertet. Mit der Haaranalyse kann man bis zu 40 verschiedene chemische Elemente untersuchen.

Wann ist die Trichologie sinnvoll?

Die Untersuchung ist geeignete zur Diagnose von Haarausfall, schlechtem Haarwachstum sowie schlechten Nägeln. Ursachen für Kopfhaut- und Haarkrankheiten sind in den meisten Fällen

  • chronische oder akute Stresszustände,
  • Vergiftungen,
  • hormonelle Störungen,
  • infektiöse Störungen sowie
  • immunallergische Prozesse.

Zudem kann die Ursache eine andauernde einseitige Ernährung sein, die dem Körper die notwendigen Vitamine und Mineralien entzieht. Bei Frauen z. B. während der Schwangerschaft oder Stillzeit. Jedoch wirken sich auch häufige Versuche mit Färbungen ungünstig aus. Aber auch schwere Krankheiten, eine Fehlfunktion des Körpers und erbliche Faktoren können Gründe für Haarprobleme sein.

Welche Haare sind geeignet für die Untersuchung?

In diesen Fällen ist eine Analyse nur bedingt möglich:

  • Wenn das Haar gefärbt ist, kann es auch getestet werden, jedoch nicht früher als zwei bis drei Monate nach dem Auftragen der Farbe.
  • Ein Haar oder die Enden, die von einem Haarschnitt übrig geblieben sind, sind für die Untersuchung ebenso ungeeignet wie das verlorene Haar.

Die Haare sind für die Untersuchung speziell geschnitten – direkt an den Wurzeln und in einer solchen Menge, dass die Dicke 4–5 mm beträgt. Sehr lange Haarsträhnen  sind nicht notwendig, ca. 5 cm von der Wurzel reichen aus. Es ist wünschenswert, dass dies Haare vom Hinterkopf aus zwei bis drei verschiedenen Abschnitten sind.

Wie ist das Vorgehen bei der Haaranalyse?

Zuerst werden die Haarsträhnen mit Aceton entfettet, gewaschen und getrocknet. Dann löst der Experte es in Salpetersäure und die erhaltene Probe gibt er in ein Gerät. Darin brennt das Haar unter dem Einfluss von hohen Temperaturen aus und es wird ein Signal über die chemische Zusammensetzung der Asche an den Detektor gesendet. Dieses Signal wird von einem Computerprogramm verarbeitet, das die Daten mit der Norm vergleicht.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Haarerkrankungen
Haartransplantation
Tierhaarallergie