Guillain-Barre-Syndrom

Was ist das Guillain-Barre-Syndrom?

Das Guillain-Barre-Syndrom ist eine akute Autoimmunerkrankung, die das periphere Nervensystem betrifft. Sie ist durch Muskelschwäche und periphere Lähmung gekennzeichnet. Dabei nimmt das Immunsystem seine eigenen Zellen als fremd wahr und bildet Antikörper gegen Nervenzellen, was diese zerstört. Das Guillain-Barre-Syndrom ist eine seltene Krankheit, die nur bei einer kleinen Anzahl von Menschen auftritt.

Warum und wie manifestiert sich das Guillain-Barre-Syndrom?

In den meisten Fällen sind die Gründe für die Ausprägung des Guillain-Barre-Syndroms unklar, da es sich um Autoimmunprozesse handelt. Es gibt jedoch mehrere Risikofaktoren:

  • der komplexe Verlauf von Infektionskrankheiten;
  • Schädigung der oberen Atemwege;
  • Komplikationen aufgrund einer Operation oder Impfung;
  • HIV-Infektion;
  • Schädel-Hirn-Verletzungen oder Erkrankungen, die zu Schwellungen oder Neubildungen des Gehirns führen;
  • genetische Veranlagung;
  • Infektionen in der Gruppe der Herpesviren.

Die Krankheit ist akut. Taubheit oder Kribbeln der Extremitäten, Muskelschwäche, Schmerzen in den Füßen, Händen, Instabilität des Gangs sowie Parese der Extremitäten treten auf. Es können Blutdrucksprünge auftreten, Atemstillstand und Herzrhythmus werden festgestellt, die zum Tod des Patienten führen können. Aufgrund einer Schädigung der Nervenzellen hat der Patient einen Mangel an Reflexen. Zudem kommt es zu Muskelschwäche, was zu einer Lähmung des gesamten Körpers führt.

Wie behandelt man diese Erkrankung?

Das Guillain-Barre-Syndrom soll in einem Krankenhaus behandelt werden, einschließlich:

  • hormonelle Medikamente (Steroide);
  • eine Mischung aus schützenden Antikörpern – Medikamente, die das Immunsystem stärken und den aggressiven Autoimmunprozess gegen die eigenen Zellen reduzieren;
  • um die Ernährung des gesamten Körpers zu verbessern, werden Antioxidantien verschrieben, die den Stoffwechsel verbessern;
  • die Plasmapherese reinigt das Blut von Antikörpern. Während dieses Vorgangs entnimmt man dem Patienten mehrere Blutportionen und trennt anschließend die Blutzellen von dem Plasma, das Antikörper enthält.

Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, die Autoimmunreaktion zu stoppen. In Kombination mit der medikamentösen Behandlungsmethode erfolgt auch eine Psychotherapie, die dem Patienten hilft, schmerzhafte Manifestationen mit Bedacht zu behandeln und den Rehabilitationsprozess einfacher zu überstehen.

Abhängig von den motorischen Fähigkeiten des Patienten verordnet der Arzt therapeutische Übungen, welche die Durchblutung verbessern und die Reflexe wiederherstellen. Bei einem Patienten mit Guillain-Barre-Syndrom besteht die Gefahr des Todes durch Herzstillstand oder Atemstillstand.

  

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Nervenerkrankungen / Nervenschädigungen
Neurologie (Facharzt)