Spritze, Impfung

Gürtelrose (Herpes zoster)

Was ist Gürtelrose?

Das Virus Herpes zoster löst eine Gürtelrose aus. Es ist eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, d. h. es ist dasselbe Virus, das die Windpocken verursacht und sich in den peripheren Nerven einnistet. Die Pathologie wird hauptsächlich durch die Luft übertragen, aber sie kann im Speichel und im Blut verbleiben, nachdem Sie an Herpes zoster erkrankt sind. In der Folge stellt der Kontakt mit diesen Flüssigkeiten einen zusätzlichen Übertragungsweg dar, der in Betracht zu ziehen ist.

Wie kommt es zu einer Infektion mit Herpes zoster?

Wenn eine Person an Windpocken erkrankt, bleibt das Virus latent im Körper. Es kann Jahre später in den peripheren Nerven reaktiviert werden, wodurch das Auftreten des so genannten Herpes zoster verursacht wird. Es ist nicht sicher bekannt, warum diese Reaktion auftritt.

Diese Krankheit kann bei Menschen jeder Altersgruppe auftreten, obwohl sie in folgenden Fällen häufiger zu beobachten ist:

  • Patienten, die über 60 Jahre alt sind. Das liegt daran, dass der Körper weniger Abwehrkräfte hat.
  • Bei Personen, die das Windpocken-Virus vor ihrem ersten Geburtstag hatten, oder bei Kindern, die älter als fünf oder sechs Jahre sind.
  • Bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Wie macht sich Gürtelrose bemerkbar?

Wenn Sie sich mit dem Varizella-Zoster-Virus infizieren, werden Sie in der Regel ein allgemein intensives Brennen oder Kribbeln verspüren. Nach diesem Symptom entstehen auf der Haut Bläschen, die für diese Erkrankung charakteristisch sind. Zwei oder drei Wochen nach ihrem Auftreten brechen diese gewöhnlich auf und bilden kleine Schorfpartikel im betroffenen Bereich, die in der Regel nicht abheilen.

Der Bereich, in dem diese Zeichen am häufigsten auftreten, befindet sich im Rücken, Bauch und Brustraum. Es können aber auch Augen, Gesicht, Mund und Ohren betroffen sein.

Andere Symptome, die Menschen mit Herpes zoster in der Regel haben, sind:

  • Schmerzen im Unterleib: können zwei oder drei Tage vor dem Auftreten der Bläschen auftreten,
  • Allgemeines Unwohlsein,
  • hohes Fieber und Schüttelfrost,
  • Wunden im Bereich der Genitalien,
  • Schwellung der Lymphknoten,
  • befällt Virus einen Nerv im Gesicht, kann es zu Schwierigkeiten bei der Bewegung der Gesichts- und Augenmuskeln sowie zu unfreiwilligem Herabhängen der Augenlider, Sehstörungen und Beeinträchtigung des Geschmackssinns kommen.

Diagnostik der Gürtelrose

Um das Vorhandensein dieses Virus richtig einschätzen zu können, nimmt der Arzt in der Regel eine körperliche Untersuchung des Patienten vor. Er betrachtet die Ausschläge und Blasen, die als Folge von Herpes zoster aufgetreten sein könnten.

Wenn Zweifel bestehen, gibt es die Möglichkeit, die Diagnose mithilfe einer Blutprobe zu bestätigen. Darüber hinaus kann ein Teil der Haut entfernt werden, um zu testen, ob Herpes zoster vorhanden ist.

Impfung zur Vorbeugung von Herpes Zoster

Wer als Kind eine Windpocken-Erkrankung durchgemacht hat, hat ein lebenslanges Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Ein wirksamer Schutz, dass das Virus im späteren Lebensverlauf nicht wieder aktiviert wird, ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher auch chronisch kranken Personen mit erhöhtem Herpes-Zoster-Risiko eine Impfung ab dem 50. Lebensjahr, gesunden Erwachsenen ab dem 60. Lebensjahr.

So behandeln Ärzte eine Herpes-Zoster-Infektion

Bei gesunden Menschen ist eine Behandlung in der Regel unnötig, außer zur Linderung der durch Juckreiz und Fieber verursachten Beschwerden. Entzündungshemmende Medikamente können auch verschrieben werden, um den Anstieg der Körpertemperatur zu verringern und die Schmerzen zu lindern. Es ist ratsam, eine angemessene Hygiene der Ausschläge und Blasen aufrechtzuerhalten, um eine Übertragung zu verhindern. Richtig ist es, sich für die vom Arzt empfohlene Zeit auszuruhen und den Betroffenen wohltuende Bäder zu verabreichen.

Tritt Gürtelrose bei immungeschwächten Personen auf, können antivirale Behandlungen eingesetzt werden. Das Virus soll in kürzerer Zeit eliminiert sein und auch dazu beizutragen, das Unwohlsein der Erkrankten zu verringern.

 

Bildnachweis: KitzD66 | Pixabay

 

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