Gelenke: Proliferationstherapie

Was ist eine Proliferationstherapie?

Die Proliferationstherapie ist eine Behandlung mit Spritzen, die das Bindegewebe des Körpers auf natürliche Weise stimuliert, Kollagen zu produzieren. Dies beruht auf der Tatsache, dass die Bänder und Sehnen gedehnt oder gerissen sind, was zu ihrer Instabilität und Schmerzen führt. Dieses Verfahren wird daher genutzt, verletzte Gelenke, Sehnen und Bänder ohne operativen Eingriff zu heilen. Bei dieser Technik bringt der Arzt Injektionen direkt in der Nähe der Sehne oder des Bandes ein, wodurch sie sich schneller regenerieren können.

Aktivierung der natürlichen körpereigenen Reparaturmechanismen

Die Proliferationstherapie stimuliert die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers und regeneriert das Gewebe in einem geschwächten Bereich. Dies geschieht durch direkte Injektion in den verletzten Bereich. Die Wiederholung dieses Vorgangs hilft, die natürliche Stabilität in diesem Bereich wiederherzustellen. Der Heilungsprozess erfolgt innerhalb von etwa vier bis sechs Wochen nach Beginn der Behandlung. Wenn die Sehnen stärker werden und ihre Funktionen besser erfüllen können, werden die Schmerzen geringer.

Bei welchen Erkrankungen ist eine Proliferationstherapie wirksam?

Dies ist eine minimal-invasive Methode zur Beeinflussung von Geweben, die durch degenerative (Verschleiß bedingte) Prozesse oder andere Ursachen geschädigt wurden. Die Proliferationstherapie ist bei folgenden Erkrankungen angezeigt:

  • degenerative Erkrankung der Bandscheiben, Nackenschmerzen;
  • Riss des Meniskus des Kniegelenks;
  • Schmerzen in den Handgelenken oder im Arm;
  • Arthrose (die Abnutzung des Gelenkknorpels);
  • Schmerzen in den Schultern, im Ellenbogengelenk, in den Knien;
  • Schmerzen, Verspannungen und Verstauchungen der Knöchel;
  • Piriformis-Syndrom (Kompression des Ischiasnervs);
  • Verletzungen von Gelenken und Muskeln.

Wie erfolgt die Proliferationstherapie?

Die Behandlungsintervalle variieren je nach Schweregrad. In der Regel beträgt die Behandlungsdauer drei bis vier Wochen mit einem durchschnittlichen Intervall von einmal im Monat für insgesamt vier bis sechs Eingriffe.

Da keine Nebenwirkungen bekannt sind, gibt es keine Altersbeschränkungen für die Behandlung mit dieser Methode. Die Injektionen selbst sind genauso schmerzhaft wie andere Spritzen (z. B. bei einer Impfung). Treten am nächsten Tag Schmerzen an der Injektionsstelle auf, lassen sich diese mit herkömmlichen Schmerzmitteln reduzieren. Der Prozess der Gewebereparatur wird durch entzündungshemmende Medikamente verlangsamt.

 

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