Gehstörung

Was ist eine Gehstörung?

Gehstörung ist eine Störung der motorischen Fähigkeiten, der Bewegungskoordination. Es ist eine Störung des Gangbildes. Der Patient kann nicht normal gehen. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine leichte Abnahme der Kraft in den Gliedmaßen, Gleichgewichtsstörungen beim Gehen oder im Stehen.

Störungen im Gangbild können sich auf verschiedene Arten äußern: in Form von Lähmungen der Gliedmaßen (partielle Parese), gestörter Muskeltonus oder Koordinationsschwierigkeiten.

Was sind Ursachen der Gehstörung?

Einige zerebrale Erkrankungen, wie Schlaganfall, chronische zerebrovaskuläre Insuffizienz (Durchblutungsstörungen im Gehirn), einige entzündliche und erbliche Erkrankungen sowie Erkrankungen des Rückenmarks und der peripheren Nerven (Polyneuropathie) können die Ursache für Gehstörungen sein.

Darüber hinaus können folgende Erkrankungen zu einer Störung der Bewegungskoordination führen:

  • schwere Blutergüsse des Kopfes (traumatische Hirnverletzung);
  • Flüssigkeitsansammlung in den Hohlräumen des Gehirns, des Wirbelsäulenkanals;
  • angeborene Fehlbildung des Gehirns / Schädels;
  • Gehirninfektionskrankheit (Enzephalitis);
  • zerebrovaskulärer Unfall (ischämischer Schlaganfall);
  • Cerebralparese;
  • Epilepsie bei Kindern;
  • bösartige Neubildungen.

Was sind Kennzeichen eines gestörten Gangbildes?

Der Patient hat einen unsteten Gang, eine Person kann beim Gehen zur Seite oder nach hinten fallen. Unstetigkeiten werden auch in stehender Position beobachtet, die Koordination von willkürlichen Bewegungen ist beeinträchtigt. Zittern tritt auf, wenn der Betroffene präzise Bewegungen ausführt. Weiterhin können die Intervalle zwischen den Atemzügen unterschiedlich groß sein, es kann zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und unterschiedlich starken Schmerzen im Kopf kommen.

Wie behandeln Ärzte die motorische Störung?

Eine Selbstbehandlung der Gehstörung ist unabhängig von Art und Schwere der Symptome nicht möglich. Die Therapie zielt auf die Behandlung der Grunderkrankung ab. In den meisten Fällen kann eine chirurgische Operation erforderlich sein, beispielsweise bei Hirntumoren oder Gehirnblutungen.

Die Behandlung der Gehstörungen beinhaltet auch die Normalisierung des Blutdrucks und die Verbesserung der Hirndurchblutung durch die Verschreibung von Medikamenten, die die Blutversorgung des Gehirns verbessern. Bei infektiösen Läsionen des Gehirns ist eine Antibiotikatherapie erforderlich.

 

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