Gehirnerschütterung

Was ist eine Gehirnerschütterung?

Die Gehirnerschütterung ist eine Kopfverletzung, die man sich unter anderem bei Sportarten wie Boxen, Fußball, American Football, Handball, Reiten, Eishockey, Wasserski, Skilaufen, Inline-Skating oder Squash zuziehen kann. Ursache ist dabei eine Gewalteinwirkung am Kopf.

Was sind die Anzeichen einer Gehirnerschütterung?

Folgende Anzeichen sind typisch für diese Verletzung:

  • Kopfschmerzen;
  • Benommenheit;
  • Blässe;
  • Schwindel;
  • Erbrechen;
  • Gedächtnislücke für den Unfall, die Zeit davor oder danach, keine Antwort auf die Frage: „Was ist passiert?“

Was ist nach einem entsprechenden Unfall zu tun?

Der Sport ist sofort einstellen. Die Kopfverletzung könnte schwerwiegender sein als momentan erkennbar und damit lebensgefährlich. Beruhigend auf den Verletzten einwirken, mit erhöhtem Oberkörper lagern und warm zudecken; keine Nahrung oder Getränke einflößen und selbst bei dem geringsten Verdacht auf eine Gehirnerschütterung umgehend einen Arzt benachrichtigen.

Bei Übelkeit den Verletzten seitlich lagern, damit Erbrochenes aus dem Rachen ablaufen kann und nicht die Atemwege versperrt. Bei Ohnmacht Beine hochlagern, Stirn und Nacken mit feuchtkalten Tüchern bedecken und die Atmung kontrollieren.

Treten Blut oder helles Sekret aus Mund, Nase oder Ohren, besteht der Verdacht auf einen Schädelbasisbruch. In diesem Fall ist sofort ein Notarzt zu verständigen.

Ist der Verletzte nicht ansprechbar, lagert man ihn in der stabilen Seitenlage und räumt den Rachenraum von Schmutz, Erbrochenem oder einem Gebiss. So kann Erbrochenes im Falle eines Falles abfließen und versperrt nicht die Atemwege. Kommt es zu einem Atemstillstand, hilft nur noch Mund-zu-Mund-Beatmung oder Mund-zu-Nase-Beatmung.

 

Autoren:

Dr. med. Gerold Schwartz und Michael Dirk Prang

 

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