Ultraschall: Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle

Was ist eine Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle?

Die Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle ist eine moderne und sichere Methode zur Untersuchung von Kindern, mit der sich die Struktur des Gehirns, seine Funktionsweise, die Größe einzelner Teile sowie angeborene Entwicklungsstörungen untersuchen lassen.

Bei einem Kind ist der Schädel erst ab dem zweiten Lebensjahr komplett verschlossen. Somit kann das Gehirn bis dahin durch eine nur mit Gewebe bedeckte Stelle (die Fontanelle) per Ultraschall untersucht werden. Mithilfe dieser Untersuchungsmethode kann man den Zustand der Gehirnstrukturen des Kindes in Echtzeit analysieren und das ventrikuläre System bewerten. Die Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle dauert etwa zehn Minuten und ist absolut schmerzfrei.

Was sind Indikationen für die Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle?

  • abnormale Entwicklung anderer Organe und Systeme
  • klinische Anzeichen einer Schädigung des Zentralnervensystems
  • ungewöhnliche Kopfform oder Skelettstruktur im Gesicht
  • vergrößerter Kopfumfang
  • Hinweis auf eine Vorgeschichte von fetaler Ischämie (Hypoxie), Asphyxie während der Geburt
  • traumatische Hirnschäden
  • entzündliche Erkrankungen des Gehirns
  • Rhesus-Konflikt
  • Retraktion der Fontanelle bei Babys
  • Kaiserschnitt
  • zu schnelle oder schwierige Geburt
  • Frühgeburt
  • Verdacht auf eine Chromosomenanomalie
  • Infektionskrankheiten der Mutter während der Tragezeit
  • Symptome neurologischer Erkrankungen
  • Atemnotsyndrom
  • Krampfsyndrom

Welche Pathologien kann eine Gehirn-Untersuchung erkennen?

  • intrakranielle Blutung
  • verschiedene zystische Hirnschäden
  • Folgen hypoxisch-ischämischer Hirnläsionen
  • Anomalien der Gehirnentwicklung
  • Hydrozephalus (Wasserkopf)
  • Tumoren (Hirntumor) und angeborene Anomalien der Hirngefäße
  • Veränderungen der Größe der Ventrikel des Gehirns und ihrer Konturen, die auf eine innere Ventrikelblutung oder eine subpendikuläre Zyste (Konturveränderung) hinweisen können, sowie Hydrozephalus, Rachitis und andere gefährliche Krankheiten (Größenänderung)
  • das Vorhandensein von großen Aneurysmen, die zu inneren Blutungen führen können
  • Arachnoidalzysten, die symptomatische Epilepsie verursachen können
  • ventrikuläre Blutung und Hirnsubstanz
  • zerebrale Ischämie
  • Meningitis

Wie wird die Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle durchgeführt?

Eine spezielle Vorbereitung für die Gehirn-Untersuchung durch die Fontanelle ist nicht erforderlich. Die Eltern sollten lediglich darauf achten, dass das Kind nicht hungrig und durstig ist.

Für den Eingriff muss das Kind zehn Minuten lang ruhig sitzen oder liegen. Die Eltern stützen dabei den Kopf des Kindes, damit es sich nicht dreht und der Arzt ein klares Bild auf dem Bildschirm sieht.

Während des Eingriffs führt der Arzt den Sensor vorsichtig über den Kopf des Kindes, auf dem ein spezielles Gel aufgetragen wurde, um ein möglichst korrektes Bild zu erhalten, oder, um Interferenzen mit einem antiallergischen Gel zu vermeiden.

 

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