Gefäßerkrankungen: Gefäßwucherung

Was ist eine Gefäßwucherung der Hornhaut?

Eine Gefäßwucherung ist ein übermäßiges gutartiges Wachstum von Blut- oder Lymphgefäßen. Bei einer Gefäßwucherung der Hornhaut kommt es zur Keimung von Blutgefäßen innerhalb der Hornhaut, die im Normalzustand eine transparente Struktur und eine glatte Oberfläche haben. Die Krankheit ist gefährlich, da sie zu völliger Erblindung führen kann.

Warum entwickelt sich eine Gefäßwucherung der Hornhaut?

Die Gefäßwucherung der Hornhaut betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Die Ursachen der Krankheit können vielfältig sein. Dazu zählen:

  • Augenverletzungen: Dies können Verbrennungen, durchdringende Wunden oder erfolglose chirurgische Eingriffe sein, bei denen sich Narbendefekte bilden.
  • Chronische Keratitis ist auch eine häufige Ursache für das Auftreten neugebildeter Gefäße in der Hornhaut. Aufgrund der für Keratitis charakteristischen langen Behandlungsdauer tritt Sauerstoffmangel auf, und infolgedessen tritt eine Gefäßwucherung
  • Bei der Verwendung von Kontaktlinsen ist es dringend empfohlen, die zulässige Lebensdauer des Produkts nicht zu überschreiten. Andernfalls kann es zu einer Hornhauthypoxie (Sauerstoffmangel) kommen, die anschließend zu entsprechenden Komplikationen führt.

Wie manifestiert sich diese Gefäßerkrankung?

Eine Gefäßwucherung der Hornhaut, deren Behandlung nicht rechtzeitig erfolgt, kann zu völliger Erblindung führen. In den Anfangsstadien der Entwicklung beeinflusst die Krankheit die Refraktion praktisch nicht (wenn sie abnimmt, ist das Sehvermögen unbedeutend, was praktisch nicht wahrnehmbar ist). Es ist jedoch möglich, das Wachstum von Blutgefäßen der Hornhaut durch das richtige Symptom visuell zu bestimmen: Die Transparenz ihrer Oberfläche beginnt abzunehmen.

In unterschiedlichen Zeitabständen können dunkle Flecken vor den Augen auftreten. Gleichzeitig stellen die Patienten häufig eine übermäßige Müdigkeit, eine Beeinträchtigung des binokularen Sehvermögens sowie Kopfschmerzen fest, die durch Überspannungen aufgrund ständiger Störungen vor den Augen hervorgerufen werden.

Wie behandelt man eine Gefäßwucherung der Hornhaut?

Das Hauptziel der Behandlung ist es, die Schwere der klinischen Manifestationen der Krankheit zu verringern und ihr weiteres Fortschreiten auszuschließen. Bei der klassischen konservativen Therapie wird die Glucocorticosteroid-Therapie (synthetische Hormone (Analoga von endogenen Hormonen, die von der Nebennierenrinde produziert werden)) eingesetzt.

In anderen Fällen beschränkt sich die Behandlung auf chirurgische Methoden. Abhängig von den Merkmalen des Krankheitsverlaufs wird verschrieben:

  • Keratoplastik ist effektiv, wenn die Gefäßwucherung einen separaten Teil der Hornhaut betrifft, der während der Operation entfernt und durch Spendermaterial ersetzt wird.
  • Laserkoagulation hat sich in Fällen bewährt, in denen die Krankheit oberflächlich ist.
  • Keratoprothetik wird in den späten Stadien der Gefäßwucherung angewendet, in denen ein vaskulärer Fleck auf dem Auge auftritt.
  • Photodynamische Therapie – die Methode beinhaltet eine lichtinduzierte Chemotherapie.

Die Gefäßwucherung der Hornhaut bedroht nicht das Leben des Patienten, aber je nach Ausmaß der Augenschädigung kann die Prognose für die Sehfunktion sehr unterschiedlich sein. Bei rechtzeitiger Diagnose und korrekt verordneter Behandlung lässt sich eine vollständige Wiederherstellung der Sehschärfe erreichen.

 

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