Gebärmutterhalskrebs

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs ist ein bösartiger Tumor, dessen Entwicklung schrittweise voranschreitet. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko eines bösartigen Tumors: Frühschwangerschaft, eine Vielzahl von Sexualpartnern, sexuell übertragbare Krankheiten, entzündliche Prozesse der Geschlechtsorgane, Rauchen und längerer Einsatz hormoneller Verhütungsmittel.

Welche Stadien dieser Krebsart unterscheidet man?

Es gibt vier Stadien von Gebärmutterhalskrebs. Die frühesten Stadien sind durch einen asymptomatischen Verlauf gekennzeichnet.

Klinische Manifestationen der späten Stadien der Onkologie werden zu Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang, häufigem schmerzhaften Wasserlassen und starken Schmerzen bei der Lokalisation im Beckenbereich.  Metastasen im Stadium IV von Gebärmutterhalskrebs breiten sich auf entfernte Organe aus, einschließlich Lymphknoten.

Welche Symptome manifestieren sich bei Gebärmutterhalskrebs?

Im Anfangsstadium manifestiert sich die Krankheit in keiner Weise und die Frau empfindet nichts Ungewöhnliches. Aber dann wächst der Tumor in die tieferen Schichten der Gebärmutter. Dies verursacht das Auftreten solcher Symptome:

  • Vaginaler Ausfluss, der Blut enthält: Es können Ausflüsse sein, die außerhalb der Menstruation auffallen. Blutungen können auch bei Frauen auftreten, die die Wechseljahre bereits abgeschlossen haben.
  • Eines der Hauptsymptome von Gebärmutterhalskrebs ist ein geringer Blutabfluss während oder unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr.
  • Veränderung der Art der Menstruation: Die Menstruation ist länger und schmerzhafter geworden, zu diesem Zeitpunkt wird etwas mehr Blut freigesetzt.
  • Geschwollene Lymphknoten: Im zweiten Stadium breitet sich der Krebs auf die nächstgelegenen Lymphknoten aus und verursacht deren Vergrößerung und Schmerzen.
  • Assoziierte entzündliche Erkrankungen: Oft verursacht ein bösartiger Tumor am Gebärmutterhals entzündliche Erkrankungen: Gebärmutterhalsentzündung oder Kolpitis (Entzündung der Vaginalschleimhaut) mit allen charakteristischen Symptomen.
  • Allgemeine Symptome und insbesondere Kachexie (Gewichtsverlust) treten sehr spät in sehr fortgeschrittenen Stadien auf.

Wie diagnostiziert man Gebärmutterhalskrebs?

Alle diagnostischen Methoden zielen darauf ab, die Diagnose zu stellen und zu bestätigen, die Art des Tumors und den Grad der Ausbreitung der Krankheit zu klären. Die wichtigsten Diagnosemethoden umfassen:

  • gynäkologische Untersuchung;
  • Ultraschall der Beckenorgane;
  • Computertomographie (CT) der Beckenorgane mit intravenösem Kontrast;
  • allgemeine, biochemische Blutuntersuchungen, allgemeine Urinanalyse.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Die Operation als eigenständige Technik wird bei Krebs in den Stadien 1 oder 2 angewendet. In einigen Fällen ist eine Operation mit Entfernung eines Teils des Gebärmutterhalses möglich. Dabei bleibt die Fortpflanzungsfähigkeit erhalten, die Rückfallwahrscheinlichkeit ist jedoch hoch. In der Regel ist die Entfernung der Gebärmutter, der Beckenlymphknoten und des oberen Drittels der Vagina angezeigt.

Nach einer Gebärmutterentfernungsoperation wird die chirurgische Behandlung durch eine Strahlentherapie oder Chemotherapie ergänzt, wenn sekundäre Herde in den Lymphknoten festgestellt werden. Bei Vorliegen absoluter Kontraindikationen für eine Operation kann die Strahlentherapie als eigenständige Methode oder in Kombination mit der Einführung von Zytostatika angewendet werden.

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehört die rechtzeitige und wirksame Behandlung von gutartigen und präkanzerösen Erkrankungen des Gebärmutterhalses.

 

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