Gaumenmandel-Teilentfernung (Tonsillotomie)

Was ist die Tonsillotomie?

Die Tonsillotomie ist die teilweise Volumenverringerung der über die Gaumenbögen hinausragenden Gaumenmandel. Eine entsprechende Operation ist im Falle einer pathologischen Zunahme der Gaumenmandel empfohlen. Die Tonsillotomie wendet man in Fällen an, in denen die konservative Behandlung keine ausreichende Heilung liefert und die einzige wirksame Methode die teilweise Entfernung der Mandeln ist.

Was sind die Indikationen für die Tonsillotomie?

Hypertrophie der Mandeln (hypertrophe Mandelentzündung), begleitet von solchen Symptomen:

  • chronische Form des Sauerstoffmangels des Gehirns (Schlafstörungen, Schwäche, Kraftlosigkeit);
  • Atem- und Schluckbeschwerden. Aufgrund der starken Vergrößerung der Mandeln gelangen Sauerstoff und Nahrung nicht ungehindert in Mund und Nasopharynx (Nasenrachen). Es gibt drei Stufen dieser Beeinträchtigung. In der dritten Stufe (und manchmal in der zweiten) ist die Operation erforderlich;
  • Dysarthrie – neurogene Sprechstörung (begleitet von Gelenkdefekten).

Mandeln verwandeln sich bei Erkältungen oder Halsschmerzen häufig zu einem Entzündungsherd. Heute wird die Tonsillotomie mit verschiedenen Methoden durchgeführt: chirurgisch, mit einem Laser oder durch Einfrieren von Geweben. Am häufigsten wendet man das Verfahren bei Kindern im jungen und mittleren Alter an.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Ein chirurgischer Eingriff ist sowohl unter Vollnarkose als auch unter örtlicher Betäubung durchführbar. Der Arzt wählt die geeignete Anästhesiemethode aus, basierend auf den Eigenschaften des Körpers des Patienten, dem allgemeinen Wohlbefinden und dem geschätzten Umfang der chirurgischen Eingriffe.

Ein Teil der Mandeln wird unter Verwendung einer speziellen Schleife sowie unter Verwendung von speziellen Funkwellen entfernt. In einigen Fällen ist die Operation gleichzeitig mit der Operation zur Entfernung der Adenoiden (Vergrößerungen des lymphoepithelialen Gewebes) durchführbar. Die Tonsillotomie dauert im Durchschnitt 30 bis 60 Minuten.

Am ersten Tag nach der Operation tritt oft ein Rachenschmerz auf, der innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem Eingriff von selbst verschwindet. In den ersten zehn bis 14 Tagen ist es notwendig, auf intensive körperliche Aktivität und sehr heiße Speisen und Getränke zu verzichten.

Welche Gegenanzeigen gibt es für die Tonsillotomie?

  • akute Infektionen, einschließlich solcher, die das Atmungssystem betreffen, oder Verschlimmerung chronischer Erkrankungen dieser Organe
  • Kontakt mit infektiösen Patienten
  • Stomatitis, Zahnkaries
  • Erkrankungen der inneren Organe in der akuten Phase
  • Blutpathologie (zum Beispiel Leukämie)
  • allgemeiner schwerwiegender Zustand der Patienten aufgrund einer begleitenden somatischen Pathologie

 

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