Flugangst

Was ist Flugangst?

Flugangst ist die extreme Angst vor dem Fliegen, die sich meist schon vor dem Einsteigen in ein Flugzeug zum Beispiel durch erhöhten Herzschlag und Schweißausbrüche äußert. Symptome wie erhöhte Nervosität und ein erhöhtes Angstgefühl zeigen sich sehr häufig bereits wenige Tage vor dem Flug.

Welche Faktoren gibt es für die Entstehung der Angst vorm Fliegen?

Es gibt eine Reihe von internen und externen Faktoren, die die Entwicklung von Flugangst verursachen können. Man nimmt an, dass ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein sowie erschreckende Berichte über Flugzeugunglücke in den Medien diese phobische Störung verursachen.

Interne Faktoren, welche die Entwicklung von Flugangst verursachen können, sind körperliche und geistige Müdigkeit, akute und chronische psycho-traumatische Situationen, somatische Erkrankungen, Neurosen, Depressionen sowie andere Zustände und Krankheiten, die die Angst erhöhen und die Stressresistenz verringern können. Das Risiko, eine Flugangst zu entwickeln, steigt, wenn eine Person an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sie einen schwachen Vestibularapparat (Gleichgewichtsapparat)  hat und anfälliger für Druckabfälle ist.

Welche Symptome manifestieren sich bei der Flugangst?

Einige Menschen spüren das Auftreten einer ausgeprägten Erwartungsangst. In diesem Fall tritt die Angst einige Tage oder sogar Monate vor dem Flug auf und wird von automatischen Überlegungen zur Fluggefahr begleitet. Gedanken über das Fliegen provozieren bei Betroffenen unter anderem folgende Symptome:

  • die Entwicklung von Tachykardie (Herzrasen);
  • Atemnot;
  • erhöhter Blutdruck;
  • Übelkeit;
  • Durchfall;
  • Muskelverspannungen;
  • vermehrtes Schwitzen;
  • Beinschwäche;
  • Schwindel;
  • Orientierungslosigkeit;
  • Gefühl der Leere im Kopf.

Am stärksten ausgeprägt sind die Symptome bei der Angst vorm Fliegen während des Starts, der Landung und in Turbulenzzonen.

Wie lässt sich die Flugangst behandeln?

Die Diagnose basiert auf Patientenbeschwerden und der Krankengeschichte. Die Hauptmethode zur Behandlung von Flugangst ist die Psychotherapie. Am häufigsten werden psychotherapeutische Kurzzeittechniken wie die kognitive Verhaltenstherapie oder die Hypnose angewendet.

Der Psychologe lehrt die Selbstentspannungstechniken des Patienten. Der Arzt hilft den Patienten, die falschen Vorstellungen, auf denen Flugangst beruht, loszuwerden, und hilft dann, neue Denk- und Verhaltensmuster zu entwickeln. Der Unterricht kann einzeln oder in Gruppen abgehalten werden. Eine medikamentöse Therapie gegen Flugangst wird nur bei gleichzeitigen psychischen Störungen wie generalisierten Angststörungen oder Depressionen verschrieben.

 

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