Echokardiographie: Fetale Echokardiographie

Was ist die fetale Echokardiographie?

Die fetale Echokardiographie ist eine nicht-invasive Untersuchungsmethode, mit der Herz und Blutgefäße während der fetalen Entwicklung mit Ultraschallwellen sichtbar gemacht werden können. Mit der fetalen Echokardiographie lassen sich anatomische Veränderungen des Herzens sowie der Funktionszustand großer Gefäße und des Perikards rechtzeitig erkennen. Dazu zählen beispielsweise eine Zunahme der Wandstärke oder Ausdehnung der Ventrikel sowie Vorhöfe, Kontraktilität der Ventrikel, das Vorhandensein von Blutgerinnseln oder Flüssigkeit im Perikardbereich (Herzbeutelbereich) oder die Bildung von Tumoren.

Die Methode der fetalen Echokardiographie ist absolut sicher. Es gibt praktisch keine Kontraindikationen und daher ist sie bei schwangeren Frauen mehrmals durchführbar. Das reflektierte Signal der Ultraschallwellen wird an das Computersystem übertragen und auf dem Monitor in Form von hellen Punkten angezeigt. Aus diesen entsteht anschließend das allgemeine Bild. Das Verfahren wird indikationsgerecht durchgeführt, wenn bei einer geplanten Ultraschalldiagnose eine schwangere Frau Auffälligkeiten anzeigt.

Welche Arten der fetalen Echokardiographie gibt es?

Die Technik umfasst folgende verschiedene Arten:

  • Die zweidimensionale Diagnose ermöglicht es, die grundlegenden anatomischen Strukturen des fetalen Herzens zu untersuchen;
  • Die eindimensionale Diagnose bestimmt die Parameter, die Funktionsfähigkeit und die anatomische Struktur von Klappen und Wänden des Herzens.
  • Doppler-Echokardiographie (Doppler-Sonographie) ist eine weiterentwickelte Technik, die die Hämodynamik, den Rhythmus und die Kontraktilität des Herzens sowie die Richtung des Blutflusses durch die Gefäße bestimmt.

Welche Parameter bestimmt man mit der fetalen Echokardiographie?

Mit der fetalen Echokardiographie können folgende Parameter bestimmt werden:

  • Herzfrequenz;
  • Durchgängigkeit der Blutgefäße;
  • Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses durch die Gefäße;
  • das Verhältnis des Blutvolumens, das in die Aorta eintritt und diese verlässt.

In welchen Fällen wird die fetale Echokardiographie verschrieben?

Die fetale Echokardiographie wird bei pathologischen Zuständen in der Anamnese der Frau verschrieben:

  • systemische und endokrine Erkrankungen (Diabetes mellitus), Hypothyreose, Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte);
  • erhöhtes Risiko für Chromosomenanomalien beim Fötus;
  • das Vorhandensein eines Kindes aus einer früheren Schwangerschaft mit angeborener Herzkrankheit;
  • die vorangegangene Schwangerschaft endete mit einer spontanen Fehlgeburt;
  • frühere Infektionskrankheiten während der Schwangerschaft (Herpes, Röteln, Windpocken, Toxoplasmose);
  • Alterskategorie der Frauen über 35 Jahre.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Die Untersuchung erfolgt mithilfe eines multifunktionalen Spezialgeräts. Es wird an verschiedenen Stellen der Bauchhöhle der schwangeren Frau angebracht und ermöglicht es, das Herz und die Klappen des Fötus von verschiedenen Positionen aus zu untersuchen.

Die Patientin nimmt eine horizontale Position auf dem Rücken ein. Man trägt eine kleine Menge Gel auf den Bauch auf, wodurch sich die Qualität der Organvisualisierung auf dem Monitor verbessert. Anschließend bringt der Arzt den Sensor am schwangeren Bauch an. Die Dauer der Untersuchung beträgt ca. 40 bis 45 Minuten.

 

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