Feldenkrais

Was ist Feldenkrais?

Feldenkrais ist eine spezielle motorische Methode, die einem Menschen helfen soll, seinen Körper im Bewegungsablauf zu verwirklichen, die Funktionsweise des gesamten Körpers zu verbessern und seine unvorstellbaren Fähigkeiten zu entwickeln. Feldenkrais ist eine Lernmethode, bei der Körperübungen im Mittelpunkt stehen. Die Lernenden erfahren hierdurch mehr über ihren Körper und dessen Bewegungsablauf.

Ziel dieses Ansatzes ist es, die Funktionsweise des Menschen als psychosomatisches System zu verbessern. Die Feldenkrais-Methode ist keine Art physiotherapeutischer Übungen oder Massage. Vielmehr ist sie ein Lernprozess, der auch therapeutisch wirkt. Sie basiert auf einem wissenschaftlichen Ansatz und einem umfassenden Verständnis der Funktionsweise und Entwicklung des menschlichen Nervensystems.

Wann wird die Methode eingesetzt?

Die Feldenkrais-Methode wird für gesunde Kinder und Erwachsene gleichermaßen wie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Cerebralparese, Entwicklungsverzögerungen verschiedener Art, Autismus / Autistische Störungen, Auswirkungen von Hirnschäden und genetischen Störungen) angewendet.

Welche Formen von Feldenkrais gibt es?

Die Arbeit nach dieser Methode erfolgt in zwei Formen:

  1. Individuelle Form: Hierbei führt der Behandler dank des entwickelten Verständnisses und der Sensibilität manuelle Arbeit mit dem Pateinten aus. Er hilft ihm, seinen Körper auf eine neue Art und Weise zu fühlen, optimalere Bewegungsarten zu finden und komplexe funktionale Veränderungen auf der Ebene des Nervensystems zu manifestieren (Bewegung wird verwendet als „Gehirnsprache“). Behandlungen nach der Methode sind unterschiedlich in Bezug auf die angewandten Vorkehrungen und die betrachteten Nuancen. Zusätzlich zur manuellen Arbeit können weitere Vorrichtungen und Hilfsmittel eingesetzt werden.
  2. Gruppenform: Lektionen des Bewusstseins durch Bewegung oder „Verwandeln von Bewegungslektionen“. In der Gruppe führt die Lehrerstimme die Beteiligten durch speziell gestaltete Bewegungsreihen zu verschiedenen Themen mit den gleichen Zielen wie bei der Einzelarbeit. Die Bewegungen sind weich, langsam und es liegt in der Natur der Forschung darüber, was normalerweise automatisch gemacht wird.

Einzelunterricht kann in schwierigen Situationen sehr nützlich sein. Gruppenunterricht macht die Methode leichter zugänglich.

 

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